Biokistenkochen: Ofenkartoffeln mit Kastanien-Zwiebelmischung nach Hugh Fearnley-Whittingstall

Wenn man mal davon absieht, dass Hugh Fearnley-Whittingstall einen Namen haben sollte, den man sich auch merken (und vor allem ohne Nachgucken schreiben) kann, bin ich ganz angetan von seinem neuen Kochbuch “Drei gute Dinge auf dem Teller” [Werbelink]. Die Prämisse ist, dass jedes Gericht aus drei Hauptzutaten besteht und man den Rest am besten auch als Standardzutat im Haus hat. Klappt nicht immer, aber allgemein sind die Zutatenlisten für jedes Rezept doch sehr kurz gehalten.

Das Buch habe ich unter anderem deswegen gekauft, weil es mir sehr gut geeignet für die Biokistenproblematik schien. Man fragt sich da nämlich doch gerne mal “Fenchel/Sellerieknolle/Ofenkartoffel, was nun?” und möchte aber gleichzeitig auch nicht mehr viele Zutaten dazu kaufen, denn der Kühlschrank ist ja schon mit Biokistenzeug voll.

Zumindest mit dem ersten Rezept, das ich ausprobierte, lag Hugh Fearnley-Whittingstall bei mir sehr, sehr richtig und die nagende Frage “War das wirklich nötig?”, die sich ein paar Stunden nach Kochbuchkauf bei mir immer gerne einstellt, konnte mit einem überzeugten “Aber sicher doch!” beantwortet werden.

In der Biokiste war eine Tüte Ofenkartoffeln, und bevor ich zum Klassiker “Ofenkartoffel mit Quark” griff, guckte ich schnell noch mal nach, ob ich nicht eine bessere Idee finden könnte. Und ich fand:

Ofenkartoffel

Ofenkartoffel mit Kastanien-Zwiebelmischung

(für eine Person, deren Partner gerade in El Salvador auf einer Hochzeit ist, pah!)

1 Ofenkartoffel
1 halbe rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe (oder weniger, je nach dem, wie gerne man Knoblach so mag)
ca. 50 g vakuumisierte bzw. gegarte Maronen
Olivenöl
ein gutes Stück Butter
Salz, Pfeffer

1. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Ofenkartoffel bei Bedarf abbürsten und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Auf einem Blech in den Ofen und da ca. 60 Minuten backen. Die Kartoffel ist fertig, wenn sie sehr weich ist, wenn man mit einem scharfen Messer hinein sticht. (Da meine Ofenkartoffel ein bisschen kleiner waren, haben bei mir gut 45 Minuten gereicht.)

2. Zwiebel in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Maronen zerkrümeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und alles reingeben und schön anbraten, mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.

3. Ofenkartoffel aus dem Ofen nehmen, kreuzweise einschneiden und auseinanderdrücken. Ein Stück Butter in die Mitte geben, noch mal ein bisschen salzen und dann die Zwiebel-Maronenmischung drüber geben. FERTIG!

(Man kann die Mischung entweder schon direkt zubereiten und dann noch mal aufwärmen, wenn die Kartoffel fertig ist oder man stimmt es zeitlich so ab, dass Mischung und Kartoffel gleichzeitig fertig sind. Eigentlich ist es egal.)

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Biokistenkochen: Ofengemüse mit Chilibratwurst

Jetzt, wo ich wieder mehr zu Hause bin, kann ich auch die Biokiste deutlich besser nutzen. Wir bekommen einmal wöchentlich eine Kiste von der Flotten Karotte, dem Biokistenlieferanten für Essen, Bochum und Umgebung. Das schöne daran ist, dass die nicht nur Obst und Gemüse liefern, sondern auch die ganze Produktpalette eines Biosupermarkts. Neben Äpfeln, Möhren und Co. bekommen wir damit auch Milch, Eier, Brot, Joghurt und Käse bis vor die Wohnungstür gebracht und müssen tatsächlich auch deutlich seltener und weniger einkaufen als vorher.

Ungefähr so sieht der Inhalt einer Biokiste dann aus:

Biokiste

(Wir hätten da: Drei Rübchen, ein Blumenkohl, einige Möhren, drei Äpfel, eine Mango, drei Orangen, eine Packung Champignons, eine Packung Sprossen, Milch, Joghurt, Gemüseauftrich, irgendeine Pâté, ein Roggen-Kümmelbrot, sechs Eier und einen Käse.)

Prinzipiell erstmal gut, allerdings ergab sich so für mich diese Woche die Frage: Rübchen, was nun?

Erst wollte ich Rübchen in Sahnesoße machen, das konnte den Mann aber nicht begeistern. Also war die nächste Idee: Ofengemüse nach Jamie Oliver. Das hatte ich schon mal gemacht, und war vom Ergebnis mehr als freudig überrascht. Ob das mit Rübchen wohl auch geht, versuchte ich zu recherchieren und stieß auf ein Rezept für Ofenrübchen mit Butter-Ahornsirup-Glasur. Ahornsirup ist nun ähnlich wie Maronen und Linsen ein Wort, bei dem bei mir Pawlowsche Reflexe einsetzen. Alles mit Ahornsirup ist gut und so machte ich aus zwei Rezepten eines, wandelte das noch auf die im Haus befindlichen Zutaten ab und fertig war die Kiste.

Ofengemüse mit Chilibratwurst

(für 2 Personen)

2 bis 4 Chilibratwürste (Je nach Hunger, normale Bratwürste gehen auch, im Rezept von Jamie Oliver sollten es Lammbratwürste sein, aber treiben Sie die in deutschen Supermärkten mal auf.)
3 Rübchen
2 Möhren
2 Schalotten
einige Zweige Rosmarin und/oder Thymian
etwas Oregano (getrocknet oder frisch, ich hatte nur getrockneten)
ein gutes Stück Butter
ein guter Schuss Ahornsirup
Salz und Pfeffer

Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Ein Blech oder einen großen Bräter vorbereiten (fürs Blech empfiehlt sich Backpapier, Bräter geht einfach so, kommt halt drauf an, wie viel man nachher Spülen will). Rübchen, Möhren und Schalotten schälen und in Spalten bzw. die Möhren in Scheiben schneiden und auf dem Blech verteilen.

Die Kräuter auf dem Gemüse verteilen. (Blätter müssen nicht abgezupft werden, einfach die Zweige aufs Blech schmeißen.)

Butter in einem kleinen Topf schmelzen, den Ahornsirup dazugeben und auf dem Gemüse verteilen. Das ganze noch mal salzen und pfeffern.

Bratwürste mit einer Gabel einstechen und auf die Gemüse-Kräuter-Mischung legen. Dann alles in den Ofen und 45 bis 60 Minuten vor sich hin backen lassen. Rausholen, ggf. das Gemüse in eine Schüssel geben oder direkt mit den Bratwürsten auf den Tellern verteilen und fertig.

 Ofengemüse

Der Mann war so begeistert von dem Essen, dass er mehrfach erklärte, das könnte sein neues Lieblingsessen werden. Mal abgesehen davon kann man es nach Herzenslust variieren, im Originalrezept kommen zum Beispiel noch zerkrümelte Maronen und getrocknete Cranberries dazu. Als Resteverwertung zum Wochenendausklang also auch optimal geeignet, man könnte sich kaum etwas besseres vorstellen.

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Schicht für Schicht Leckereien im Schichtbetrieb

Schichtbetrieb

Ungefähr als ich zum ersten Mal vom neuen Café Schichtbetrieb hörte wollte ich da hin. Und als ich zum ersten Mal auf der Rüttenscheider Straße daran vorbei lief erst recht. Umso erfreulicher, dass es Doreen offenbar ähnlich ging und wir uns letzte Woche zu einem kleinen Dessertmittagessen am Rüttenscheider Stern im Schichtbetrieb verabredeten.

Tischchen

Weil ich ein bisschen früher da war, konnte ich den kleinen Laden schon mal in Ruhe bei einem Latte Macchiatto begutachten. Sehr hübsch und stimmig alles, die Farben (schwarz, dunkelbraun und hellblau), die schwarze Wand mit dem gesamten Angebot in hübscher Typo, ein bisschen wie eine riesige Tafel und natürlich das Angebot. Frozen Yogurt gibt es hier, außerdem große Kekse und allerhand warmes und kaltes zu trinken. Und natürlich: Schichtdesserts.

Latte Macchiato

Die Schichtdesserts wollen wir dann auch. Während ich noch überlege, ob ich lieber Mango-Quark-Keks möchte oder doch Vanillepudding mit Karamellkeksen, hat Doreen eine sehr kluge Idee. Kleine Desserts gibt’s nämlich im Dreierpack, und da nehmen wir dann einfach drei Stück und probieren uns durchs Angebot. Also gibt es Mango mit Quarkcreme, Lemon Curd mit Baisertüpfelchen und Apfelkompott mit Keksboden. Mit drei Gläschen machen wir uns es dann gemütlich und lassen die Schichtdesserts rotieren. Doreen mag Mango am liebsten, ich schwanke zwischen… ach, eigentlich ist alles lecker. Das Apfeldessert ist ein bisschen unterwältigend oder wie ich sage: “Es ist halt Apfelkompott mit Kekskrümelboden. Aber es ist sehr, sehr leckeres Apfelkompott.”

Schichtdessert

Lemon Curd

Gläschentrio

Beim Bezahlen entdecke ich noch die großen Stempelkarten mit einem (Original?) Bergbaustempelkasten. Das passt zu der liebevollen Dekoration mit den Grubenlampen an der Decke und ist allemal sympathischer als die sonst üblichen Treuepunktekarten im Visitenkartenformat, die von der Thekenkraft abgestempelt werden. Hier darf ich selber ran: Karte rein, Hebel runter und wieder hoch, Pling!, fertig. Nur, dass ich natürlich die Vorderseite gestempelt habe. Das kommt davon, wenn man nicht von hier ist, da kann das schon mal passieren. Aber fürs nächste Mal weiß ich Bescheid.

Stempelding

Doch bevor es zum nächsten Mal kommt, nehme ich noch zwei kleine Dessertgläschen mit nach Hause, das geht nämlich auch. Egal, ob hinsetzen und im Lokal verspeisen oder mitnehmen und zu Hause auf dem Sofa löffeln, die kleinen Schichtdesserts vom Schichtbetrieb waren durchaus überzeugend. Und im Sommer werden wir dann einfach den Frozen Yoghurt testen.

Karte

Übrigens: Im Schichtbetrieb gibt es auch vegane Leckereien. Und Fair Trade isses auch. Es gibt also wirklich keinen Grund, nicht dort vorbeizuschauen.

Zu

Schichtbetrieb
Rüttenscheider Straße 91
45130 Essen

http://www.schichtbetrieb-essen.de/home/

Öffnungszeiten: Mo – Fr: 09:00 Uhr – 20:00 Uhr, Sa – So: 10:00 Uhr – 20:00 Uhr

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Die grosse Berliner-Pfannkuchen-Problematik

Heute gab es in der Wrintheit wieder die Pfannkuchen-Problematik. Nämlich: Wenn man in Berlin Pfannkuchen bestellt, bekommt man das, was man jetzt zum Beispiel in Köln als Berliner kennt. Was muss man also in Berlin bestellen, um Pfannkuchen zu bekommen, also eben die Sorte Pfannkuchen, die man zum Beispiel in Köln erwarten würde?

Die Antwort, das wusste ich sogar, ist: Eierkuchen.

Ich weiß das, weil ich als Kölnerin in Hessen zusammen mit Leuten aus Berlin und Zwickau zusammengearbeitet und somit die Berliner-Pfannkuchen-Diskussion schon mehr als einmal geführt habe, unter anderem dadurch bedingt, dass mindestens einmal im Jahr irgendwer Berliner spendierte und damit die große babylonische Sprachverwirrung in der Gebäckedition heraufbeschwor.

Es ist allerdings noch komplizierter: In Bayern, das hab ich mir jedenfalls sagen lassen, heißen Berliner “Krapfen”. Und dann musste ich bei Isabella lesen, dass Menschen in Bayern glauben, dass im Rheinland in Krapfen, also Berlinern Rosinen wären. Das ist nicht nur fies, sondern auch Unfug.

Aber der Reihe nach.

Fangen wir mit Pfannkuchen an. Pfannkuchen sind für unseren Zweck die flachen Teigfladen, die man in einer Pfanne zubereitet. Gerne süß, oft aber auch herzhaft, man kann Äpfel mit rein tun oder es lassen, man kann sie mit Kirschen und Sahne servieren oder einfach so. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Variationen, in Frankreich gibt es die hauchdünne Version namens Crêpe (wenn süß) oder Galette (wenn herzhaft und mit Buchweizenmehl). Vermutlich ist das aber auch in Frankreich komplizierter. In Amerika macht man sie gerne mit etwas Backpulver und Buttermilch, mit Blaubeeren und Ahornsirup oben drüber. Es gibt Ofenpfannkuchen, bei denen man die Pfanne in den Ofen gibt und dann den Pfannkuchen da länger backen lässt, es gibt Kaiserschmarrn und es gibt vermutlich noch viel mehr.

Pfannkuchen heißen Pfannkuchen. Im Osten Deutschlands (ich möchte mich hier nicht auf irgendwelche konkrete Grenzen festlegen, das gibt dann eh nur Ärger) heißen sie aber Eierkuchen. Weil, so die Logik, in den Teig Eier kommen. Das gilt natürlich auch für andere Kuchen, also das mit den Eiern, insofern ist das gar kein Alleinstellungsmerkmal, das diese Bezeichnung rechtfertigen würde, aber darüber können Sie mit Ihren ostdeutschen Bekannten diskutieren, ich bin mit dem Thema durch.

Das, was dafür in Berlin und im Osten Deutschlands völlig irrigerweise Pfannkuchen heißt, heißt im Rheinland Berliner und meines Wissens kommt man auch im Rest Deutschlands mit dieser Bezeichnung einigermaßen gut durch, was aber keine Region daran gehindert hat, sich eine eigene Bezeichnung auszudenken. In Hessen zum Beispiel heißen die Dinger Kreppel und in Bayern Krapfen. Irgendwo hab ich auch schon mal “Berliner Ballen” gehört, aber das möchte ich eigentlich schnell wieder vergessen.

Berliner, Kreppel, Krapfen oder eben Pfannkuchen  sind die runden ausgebackenen Dinger, die meistens mit Marmelade gefüllt sind, manchmal auch mit Eierlikörcremezeug und bei besonderen Spaßfinken auch mal mit Senf oder Mayonnaise, allerdings habe ich das Glück, mit solchen Menschen nicht befreundet zu sein und mir wäre auch viel daran gelegen, wenn das so bliebe. Als ich mal versuchte, zu argumentieren, dass ja der Begriff “Pfannkuchen” für diese Dinger völlig fehl am Platze sei, weil die ja gar nicht in einer Pfanne gemacht wurden, sagte man mir “Wohl!” und wies auf die historische Herkunft dieses Gebäcks hin, wo irgendwann auch mal eine Pfanne im Spiel gewesen sein soll. Mist.

Kommen wir zur Königsdisziplin: Dem Krapfen. Krapfen gibt es nämlich im Rheinland auch, es ist aber etwas anderes als ein bayerischer Krapfen bzw. Berliner bzw. Kreppel bzw. Pfannkuchen. Krapfen sind zwar auch Teigklumpen, die in Fett ausgebacken werden, sie sind aber üblicherweise etwas kleiner als Berliner, unregelmäßig geformt und nicht mit irgendwas gefüllt. Womit wir wieder an das bajuwarische Missverständnis von ganz oben anknüpfen können, denn Krapfen gibt es in der einfachen und in der Rosinenvariation. Da kommen dann die Rosinen einfach mit in den Teig und werden dann auch mit dem Teig ausgebacken. Das ist natürlich immer noch fies, weil Rosinen in Zeug generell fies sind, aber es ist zugelassen. Wenn man in der Google Bildersuche “Krapfen Rheinland” eingibt, dann ist ungefähr alles das, was kein Berliner/Kreppel/Pfannkuchen ist, aber trotzdem irgendwie nach Gebäck aussieht, ein (rheinischer) Krapfen.

Und weil wir uns im Rheinland auf Fettgebackenes so gut verstehen, haben wir uns auch noch Mutzenmandeln ausgedacht, die sind aus einem anderen Teig und noch kleiner, werden aber auch ausgebacken. Allerdings gibt es neben den Mutzenmandeln auch noch die Mutzen, das ist wiederum etwas anderes, wird aber auch ausgebacken. Und an dieser Stelle steige ich auch aus, denn ich esse sowieso am allerliebsten Quarkbällchen. Aber das ist dann schon wieder was anderes und hat hier auch gar nichts mehr zu suchen.

Wir lernen also: Pfannkuchen heißen in Berlin Eierkuchen, dafür halten die Pfannkuchen für das, was anderswo Berliner, Kreppel, Krapfen oder sonstwie heißt. Dafür ist das, was im Rheinland Krapfen heißt etwas anderes als das, was in Bayern Krapfen heißt. Wie das, was im Rheinland Krapfen heißt, woanders heißt, wenn es das da überhaupt gibt, weiß ich allerdings nicht.

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Annes kleine Weinstunde

Diesmal hab ich zwei Weine ausgeguckt, die in diesem Haushalt jetzt schon mehrfach auf den Tisch kamen. Dabei kann ich auch mal mit dem Vorurteil aufräumen, Bioweine könnten nix. Bioweine können sehr wohl was. Es gibt bestimmt auch welche, die nichts können, aber das ist ja bei normalen Weinen auch so, da muss man nicht vom Kleinen aufs Große schließen.

Obwohl es jetzt schon deutlich auf den Herbst zugeht, gibt’s jetzt zwei hübsche Weißweine, einen Chardonnay und irgendwas anderes, muss ich gleich noch nachgucken, war aber auch gut. Aber ich fange am besten einfach an.

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Finca Fabian, Chardonnay 2011, Dominio de Punctum

Für diesen Wein muss man etwas ausholen. Es ist nämlich so, dass wir 2009 in Kalifornien waren, wo man sich ja vor guten Weinen kaum retten kann und in jedem Restaurant ob der Weinkarte heillos überfordert ist. Da waren wir in Paso Robles, einem Kaff irgendwo zwischen Weinbergen und der Mann trank anscheinend einen der besten Weine überhaupt, hatte sich aber leider nicht gemerkt, was es für einer war und ich hatte das sowieso vergessen.

Knapp vier Jahre später schleppte ich dann aus dem Bioladen diesen spanischen Chardonnay an, hauptsächlich, weil das Label so hübsch war und… heissa! Was ein großartiger Weißwein! Meine erste Assoziation war, dass der Wein irgendwie nach Whisky schmeckte. Mittlerweile würde ich sagen, dass er tatsächlich eine Dessertweinnote hat, was aber nicht bedeutet, dass dieser Wein lieblich wäre, ganz im Gegenteil. Es ist ein sehr kräftiger Weißwein, der zusätzlich noch eine gewisse Süße hat, die aber eher provokant reinhaut anstatt lieblich und harmlos daherzukommen. Genau sowas, sagte der Mann dann, sowas sucht er seit unserem Besuch in dem Restaurant in Paso Robles. Und ich hab’s gefunden, im Biomarkt in Essen. Für sechs Euro. Kann man nicht meckern, nur empfehlen.

(Finca Fabian, Chardonnay 2011, Dominio de Punctum gibt’s zum Beispiel bei basic für ungefähr 6 Euro.)

 

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Original B&G, Sauvignon Blanc 2010, Barton & Guestier (Val de Loire)

Auf diesem etwas verwackelten Bild sieht man einen Wein, den ich mir für einen netten sturmfreien Abend in einem so eher durchschnittlich sortierten REWE irgendwo in Hessen kaufte. Es war ein Spontankauf, eventuell hat das Biolabel geholfen, das Label war’s jedenfalls nicht, das ist ja eher unspektakulär.

Das besondere an diesem Wein ist, dass er so unglaublich süffig ist, dass ich auf einmal und quasi ohne Vorwarnung auf eine fast leere Flasche guckte und mich fragte, wann das denn bitte schön passiert sei. Es klingt jetzt vielleicht etwas unspektakulär, weil mir auch sonst keine großartigen Attribute einfallen. Aber wenn man wirklich einen guten, leichten, spritzigen und wirklich unglaublich süffigen Weißwein braucht, also so ungefähr das Gegenteil von dem Chardonnay oben, nur eben auch gut, dann kann ich diesen Wein empfehlen. Den trinkt man weg und weiß gar nicht, wie einem passiert.

Einige Wochen später fand ich ihn auch in der gigantischen Weinabteilung des einen REWEs am Hohenzollernring in Köln und packte ihn gleich in den Einkaufskorb, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein ander Mal erzählt werden.

(Original B&G, Sauvignon 2010, Barton & Guestier, z.B. im REWE für irgendwas unter 10 Euro)

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Ontario Canadian Steakhouse in Dresden

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Schon zwei Mal stolperte ich über das Ontario Steakhouse in Dresden. Da erste Mal auf der Suche nach Restaurants, die das kanadische Fast-Food-Gericht “Poutine” auf der Karte haben könnte (haben sie im Ontario allerdings nicht) und das nächste Mal im Buch von Julia Schoon über Delikatessen weltweit. Ein Kapitel war nämlich den Farnspitzen gewidmet und die gibt es tatsächlich dann im Ontario Steakhouse.

Als es dann für eine Hochzeit nach Dresden ging, nutzte ich die Gelegenheit und reservierte für einen Abend einen Tisch. Dabei kamen uns dann kurz vorher noch Zweifel. Auf der Hochzeit wurde uns abgeraten und die Bewertungen im Internet waren durchwachsen. Während manche Leute begeistert schwärmten, gab es auch viel Gemeckere, zu teuer, unfreundlicher Service, zu laut und auch Kritik am Essen. Letztlich wagten wir uns aber (gemäß der Devise “Man muss es selbst beurteilen”) doch hin und wurden – das gleich vorweg – nicht enttäuscht.

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Das Ontario Steakhouse befindet sich direkt an der Frauenkirche, hat im Sommer eine große Außenterrasse und ansonsten Plätze im oberen Stockwerk, teils sogar auf dem Balkon mit Aussicht auf die Frauenkirche. Uns war es aber schon ein bisschen zu kalt und dementsprechend wollten wir einfach gemütlich in Fensternähe sitzen und zumindest ein bisschen die Aussicht genießen. Und natürlich lecker essen.

Und das haben wir auch gemacht. Die Speisekarte ist groß und umfangreich, aber die Entscheidung ist doch schnell gefällt. Als Vorspeise Farnspitzensuppe für mich, danach ein Filetsteak mit kleinen Maiskölbchen in Kräuterbutter. Der Mann verzichtete auf Vorspeise, dafür soll es ein Rib-Eye-Steak sein. Prime-Rib-Eye, am Knochen, wenn schon, denn schon.

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Zunächst gibt es aber einen Aperitif, irgendeinen Cocktail, dessen genaue Zusammensetzung ich aber schon wieder vergessen habe. Schön spritzig, aber nicht spektakulär. Viel spannender ist die Weinkarte. “Also, ich hab drei, die mich interessieren”, sagt der Mann. “Dann sag mal”, sage ich, denn ich habe da einen Verdacht. Der Mann nennt die Favoriten, einen Chardonnay, einen Shiraz und einen Pinot Noir. Genau die gleichen, die ich auch ausgeguckt hatte. Und irgendwie wundert mich das nicht.

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Nach dem Cocktail starten wir dann zunächst mit dem Chardonnay, der wie in der Beschreibung tatsächlich strohgelb ist und sehr toll nach Chardonnay schmeckt. Die kanadischen Weine kommen allesamt von der Konzelmann Winery in Niagara-on-the-Lakes. Wer mir sagen kann, wo man die in Deutschland auftreiben kann, dem wäre ich sehr verbunden, denn der Chardonnay kann was, da kann man nicht meckern.

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Die Farnspitzensuppe kann auch was, eine Bouillon mit Möhrchen, Pastinaken und eben Farnspitzen. Farnspitzen sehen aus wie, nun ja, Farnspitzen eben, die aufgerollten Enden von Farnblättern. Und sie schmecken faszinierenderweise genau so, wie man sich vorstellt, wie Farnspitzen schmecken sollten. Wer jetzt denkt, “Woher soll ich denn wissen, wie Farnspitzen schmecken”, es ist einfach so. Hat man eine probiert, denkt man, dass genau so wohl diese kleine grünen Blätter schmecken sollten. Etwas grasig, etwas dumpf, aber trotzdem zart.

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Als nächstes folgt das Fleisch. Auch hier gibt es nichts zu beanstanden, mein Filet ist super, das Steak des Mannes ebenso. Auf die Maiskölbchen hätte man aber verzichten können, die sind eher Durchschnitt. Wahrscheinlich gibt es bessere Beilagen, im Zweifelsfall kann man sich aber auch ganz aufs Fleisch konzentrieren, das ist nämlich fantastisch.

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Und so schlemmen wir uns weiter durch den Abend, wechseln zum Rotwein, für den uns mehrere Optionen in Probiergläsern an den Tisch gebracht werden, bestellen die Dessertvariation mit tollem Pekannusskuchen und Nougatparfait, dazu kanadischen Dessertwein und schließlich, weil wir einfach nicht gehen wollen, weil alles so lecker und gemütlich ist, die Aussicht auf die Frauenkirche so schön und der Service so zuvorkommend und eloquent, bestellen wir uns noch eine kanadische Käseplatte und auch hier gibt’s nichts zu meckern, außer vielleicht, dass nichts mehr in den Magen passt, aber das sind ja wir selber schuld.

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Dessertvariation

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Käseplatte

Zwischendurch noch einen Canadian Coffee mit kanadischem Whiskey und Ahornsirup und zum Abschluss zwei Obstbrände von heimischen Herstellern, einmal Apfel und einmal von der Schwarzen Knorpelkirsche. Dann sind wir irgendwann doch durch, nichts passt mehr, und wir können satt und glücklich durch die laue Dresdner Nacht zum Hotel zurück torkeln.

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Nein, wir haben hier wirklich gar nichts zu meckern. Unten spielt ein Mann am Klavier live, was über Lautsprecher in das obere Stockwerk übertragen wird, dafür ist es oben schön angenehm. Tatsächlich, so verrät uns eine Servicekraft, sieht das im Winter leider etwas anders aus, da ist es oben dann doch deutlich voller und wohl auch lauter, denn der Klaviermensch spielt dann direkt auf der Etage. Das erklärt auch die negativen Kommentare im Internet diesbezüglich. Über die Qualität des Essens gibt es von uns nichts zu meckern, die Preise sind zwar – auch gerade für Dresden – ein bisschen höher, aber immer noch voll im Rahmen. Wir wurden einen Abend lang sehr nett verwöhnt und können das nur weiterempfehlen. Und dann unbedingt die Farnspitzen probieren, wenn man schon da ist. Und mir eine Flasche von dem kanadischen Chardonnay mitbringen. Das wär auch toll.

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Ontario Canadian Steakhouse
An der Frauenkirche 2
01067 Dresden

Telefon: 0351 / 40 28 86 60

http://www.ontario-dresden.de/

Öffnungszeiten: Mo – So: 11 Uhr bis 1 Uhr

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Zwei Mal Jamie’s Italian in Edinburgh

Schild

Normalerweise plane ich bei einem Urlaub ja nicht viel vor, aber bei dem Kurztrip nach Edinburgh war das doch ein bisschen anders. Wir wollten zu “Jamie’s Italian“, und da wir dann doch nicht das Risiko eingehen wollten, wieder abgewiesen zu werden, buchte ich für Freitagmittag einen Tisch für vier. Das geht online über Bookatable und war schnell erledigt.

Im Nachhinein weiß ich nun, dass man zumindest mittags und unter der Woche nicht zwingend reservieren muss. Das “Jamie’s Italian”, günstig gelegen mitten in der Edinburgher New Town ist sehr groß und geräumig, erstreckt sich in einem Gebäude so, dass man sowohl von der George Street als auch von der Rose Street eintreten kann. Deswegen, aber dazu später mehr, waren wir dann auch einfach noch mal da und haben uns etwas weiter durch die Karte probiert.

Menü

Am Freitag werden wir erstmal zu einem Vierertisch geführt. Unsere Bedienung stellt sich als Sonya vor, bringt uns die Karten und erklärt uns die Tageskarte, die auch groß an einer Tafel an der Wand steht. Sehr plüschig und luxuriös ist es hier, ein bisschen dunkel, mit viel Holz und einer Art Station in der Mitte des Raumes, an der riesige Schinken hängen und wo die Vorspeisen auf dicken Holzbrettern herausgereicht werden.

Innen

Ein Blick auf die Karte macht uns klar, das wird nicht einfach mit der Entscheidung. Von leckeren Vorspeisentellern, bzw. Vorspeisenholzbrettchen über Pasta und Risotto bis hin zu Fisch und Fleisch klingt alles gut und verlockend. Schließlich entscheide ich mich für das “Land and Sea Risotto” als Vorspeise und dem Slow-Cooked Pork Belly als Hauptgericht. Mein Mann wählt das Dry-Aged Rib-Eye-Steak mit Trüffelsauce, allerdings ohne Vorspeise. Außerdem eine Runde von Jamie’s weißem Hauswein.

Frittierte Gnocchi

Pork Belly

Toller Pork Belly mit knusprigen Kartöffelchen.

Steak

Dry-Aged Rib-Eye-Steak, der Cut ein bisschen zu dünn, aber ansonsten sehr gut.

Kurz gesagt: Alles ist sehr, sehr lecker. Der Wein ist gut, das Essen nicht spektakulär, aber wirklich gut. Der Schweinebauch wunderbar zart und mit einer Wahnsinnskruste und die Nudeln schmeckbar hausgemacht, die Sauce fruchtig. Beim Risotto gibt es kleine Abstriche, weil es einfach kein ordentliches Risotto ist. Dafür ist es nicht cremig genug. Geschmacklich allerdings ist es genauso toll wie die anderen Gerichte.

Risotto

Vorspeisenrisotto, das nicht hundertprozentig Risotto, aber trotzdem sehr lecker ist.

Als wir von Weißwein zu Rotwein schwenken wollen, bietet uns Sonya an, zwei Probiergläschen zu bringen, damit wir uns entscheiden können. Tatsächlich ist der von ihr empfohlene Montepulciano deutlich besser als der, den wir ausgeguckt haben, also kommt davon auch noch eine Flasche auf den Tisch.

Zum Nachtisch gibt es Mandelfrangipane mit Himbeeren, lecker marzipanig, aber ein bisschen zu trocken und mächtig. Dazu hausgemachtes Sauerrahmeis, das einen schönen Kontrast zum süßen Kuchen bildet.

Frangipane

Das Fazit vom ersten Abend. Leckeres Essen, wunderbares Ambiente und ein sehr aufmerksamer Service. Man muss sich hier klar sein, dass Jamie Oliver keine Sterneküche bietet, sondern einfach bodenständige, gute Küche, viel hausgemacht und mit guten Zutaten. Dafür ist es aber auch preislich völlig im Rahmen und man kann hier sehr gemütliche Stunden verbringen.

Bar

Genau deswegen verschlägt es uns ein paar Tage später wieder hierher. Wieder mittags, diesmal aber nur zu zweit und ohne Reservierung. Diesmal möchten wir Nudeln essen und vielleicht irgendeine von diesen Vorspeisenholzbrettchen, die beim letzten Mal schon so lecker aussahen, als sie an uns vorbeigetragen wurden.

Statt dessen machen wir aber was ganz anderes. Für 15 Pfund pro Person gibt es “Jamie’s Proper Italian Feast” mit einer ganzen Auswahl an Antipasti und einer kleinen Auswahl an Hauptgerichten. Die Bedienung bringt aber erst mal zwei große Konservendosen auf den Tisch. Ein paar Minuten später klärt sich die Bedeutung der Dosen. Darauf wird nämlich das Brettchen mit unseren Vorspeisen gestellt, ansonsten wäre der kleine Tisch schon viel zu voll. Wir haben verschiedene Wurstscheiben, etwas Foccacia, ein Möhren-Rote-Bete-Salat, Mozzarella und ein anderer Käse auf einem Cracker. Dazu Pepperoni, Kapern und Oliven.

Antipasti

Wie erwartet ist alles sehr lecker, vor allem eine der Salamisorten hat es mir angetan. Als nächstes kommen die Hauptgerichte: Spaghetti alla Norma (also mit einer sehr würzigen Tomatensauce), Risotto Primavera, Polentaschnitten mit Parmesankruste und Hähnchen mit kleinen Kartöffelchen.

Spaghetti und Risotto

Hähnchen und Polentaschnitten

Überraschenderweise ist das Hähnchen sofort mein Favorit, sehr saftig ist es und die Kräutersoße wunderbar lecker. Aber auch die anderen Gerichte überzeugen. Alles ist einfach, aber lecker, und bis auf ein paar Polentaschnittchen bleibt auch nichts übrig. Dafür sind die Portionen aber auch genau richtig, man wird satt, hat aber nachher nicht das Gefühl, platzen zu müssen.

Innen

Nachtisch ist leider nicht im Paket enthalten, das müssen wir separat bestellen und entscheiden uns ganz simpel für einen Eisbecher. Hausgemachtes Eis, einmal Vanille, einmal Karamell und einmal irgendwas mit Honig, dazu etwas Butterscotchsoße und zerkrümeltes Honiggebäck. Die Bedienung, die sehr überzeugend “Caramel is the best” sagte, behält recht, das Karamelleis ist wirklich das beste, die anderen Sorten aber auch überzeugend.

Eis

Auch beim zweiten Mal verlassen wir das Jamie’s Italian satt und zufrieden und wissen jetzt: Wer wirklich gut italienisch essen gehen kann, der kann das ohne Probleme in einem Jamie’s Italian tun. Es gibt in jeder größeren britischen Stadt (mindestens) ein Restaurant, das in Edinburgh können wir von ganzem Herzen empfehlen.

Jamie’s Italian
The Assembly Rooms
54 George Street
Edinburgh, EH2 2LR

Telefon: +44 (0)131 202 5452

http://www.jamieoliver.com/italian/

Öffnungszeiten: Mo – Sa: 12 Uhr – 23 Uhr, So: 12 Uhr – 22:30 Uhr

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Mittagspause: Sushi im Red Sun in Rüttenscheid

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Freitags bin ich ja im Home Office anzutreffen. Neben dem nicht zu übertreffenden Vorteil, dass man auch mal den halben Tag in Jogginghose arbeiten kann, gibt es noch einen weiteren: Ich kann das Mittagsangebot der Essener Gastronomie testen, jedenfalls der, die einigermaßen vernünftig zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

Heute war das Red Sun auf der Rüttenscheider Straße dran. Sushi bzw. generell asiatische Küche ist ja in Essen noch eher spärlich zu finden, umso glücklicher bin ich um jeden Zuwachs. Gerade im Sommer mag ich asiatisches Essen aber sehr gerne, es ist oftmals leichter, mit viel Gemüse oder eben wie Sushi mit Reis und frischem Fisch. Die Chancen, sich danach überfressen zu fühlen, sind zumindest tendenziell geringer.

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Also ins Red Sun. Als ich ankomme, ist das Restaurant leer, ob es an der Tageszeit, an der Hitze oder an der Sushiunlust der Essener liegt, kann ich nicht sagen. Alles ist sehr klassisch eingerichtet mit viel rot und dunkelbraun, an der Wand hängt Kunst unterschiedlicher Stilrichtungen. Ich suche mir den Platz direkt am Eingang, um ein bisschen die Flanierenden auf der Rü beobachten zu können.

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Die Mittagskarte ist übersichtlich, könnte aber bei Nicht-Sushikennern, die ein oder andere Frage aufwerfen, denn auf Erklärungen der japanischen Begriffe wird verzichtet. Ich will sowieso Sushi, zusammen mit einem Mineralwasser. Ganz einfach, keine Extrawünsche. Aber auch Gerichte vom Grill stehen auf der kleinen Karte, es ist also für jeden etwas dabei.

Zum Mittagsmenü gehört eine Misosuppe als Vorspeise, die relativ schnell auf dem Tisch steht, wie ich das auch von anderen japanischen Restaurants kenne. Sie schmeckt wie Misosuppe schmecken sollte, es gibt nichts zu meckern, gerade die Einfachheit ist es ja, die es hier ausmacht.

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Als nächstes folgt die Sushiplatte. Sechsmal Nigiri, sechsmal Maki, zweimal California Roll, davon sollte ich satt werden. Das Reis-Fisch-Verhältnis ist gut, der Fisch riecht gut oder vielmehr nach nichts, der Reis klebrig ohne pappig zu sein, lediglich die Sojasoße ist mir einen Tick zu stark, das ist aber sicher Geschmackssache. Ich lasse mir ausreichend Zeit beim Essen, während draußen Menschen vorbei spazieren.

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Zum Nachtisch gibt es einen kleinen Mochi, also einen Reiskuchen mit Füllung, innen Matcha, außenrum Matcha, genau das richtige für Matchaliebhaber für mich. Ein bisschen mühselig zerteile ich die kleine japanische Köstlichkeit mit der Gabel, aber lecker ist es.

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Insgesamt zahle ich für das Mittagsmenü 16 Euro ohne Getränke, dafür gab’s aber eine ordentliche Menge gutes Sushi, am Preis ist also nichts auszusetzen. Beim nächsten Mal möchte ich aber dann doch mal abends vorbeischauen und die volle Auswahl Sushi und vielleicht auch ein bisschen Sake oder Asahi-Bier genießen. Aber auch mittags lässt es sich gut aushalten, zumal der Service freundlich und fix ist, so dass man auch mit ein bisschen Zeitdruck im Rücken ein bisschen Japan genießen kann.

Sandra war abends hier und schrieb darüber.

Red Sun Sushi & Grill
Rüttenscheider Straße 126
45131 Essen
Telefon: 0201 - 87 55 26 34

Red Sun auf Facebook

Öffnungszeiten: Mo. – Sa.: 12:00 – 15:00 Uhr und 18:00 – 23:00 Uhr

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Annes kleine Weinstunde

Nachdem unser kleines Weinregal lange Zeit eher spärlich befüllt war, bin ich seit Anfang des Jahres wieder fleißig dabei, die Vorräte aufzustocken. Außerdem haben wir vor ein paar Monaten wieder sechs schöne große Rotweingläser gekauft, unkaputtbar, was der Verkäufer erstmal demonstrierte, indem er ein Glas ohne Vorwarnung gegen das Verkaufsregal schmetterte. Wir zuckten zusammen, das Glas machte nichts.

Ich bin ja eher so ein Rotweinmensch, auch hier ist die Rollenverteilung bei uns total verkehrt, ich mag eher Rotwein, der Mann eher Weißwein. Wobei das auch gelogen ist, wir mögen beide Rotwein und Weißwein, nur Rosé kommt hier nicht ins Haus, das liegt aber wiederum nicht an mir. Rosésekt dagegen wird akzeptiert. Es ist wie immer kompliziert.

Jahrelang habe ich Weißwein abgelehnt, eine Woche in Colmar hatten mir 2008 ein kleines Weißweintrauma beschwert. Da gibt’s nämlich dauernd Weißwein, aber gerne aus Keramikkeraffen und nur so mittelkühl. Ich hatte eine Woche lang Kopfschmerzen und wollte danach von diesem Höllenzeuchs nichts mehr wissen. Irgendwie hab ich mich jetzt aber wieder rangetastet und bei richtiger Temperatur klappt’s jetzt auch wieder mit dem Weißwein.

So viel zur Vorgeschichte. Tatsächlich haben wir keine Ahnung von Wein, außer, dass wir doch mittlerweile genug davon getrunken hätten, um doch so langsam so etwas wie Geschmack zu entwickeln. Das ist immer ein bisschen irritierend für die Weinhändler, die sich Kunden gegenüber sehen, die zwar einigermaßen anspruchsvoll sind, aber auf die Wörter “Tannin” und “Sulfit” immer noch mit einem freundlichen “Hä?” reagieren. Auf der anderen Seite kann man uns so ziemlich alles verkaufen, wenn man es nur ansprechend genug beschreibt, dafür sind wir eben viel zu neugierig.

Und weil ich gemerkt habe, dass ich mir Dinge besser merke, wenn ich sie aufschreibe, und dass ich sie schöner aufschreibe, wenn ich sie für andere Leute aufschreibe, gibt es jetzt Annes kleine Weinstunde mit Weinen (und andere leckeren Getränken), die ich für gut befunden habe und deswegen empfehlen kann. Vielleicht mach ich das nur einmal, vielleicht regelmäßig, mal gucken. Alle Angaben sind übrigens ohne Gewähr.

Parra Jimenez – Sauvignon Blanc, Spanien, 2012

Weißwein

Etikettkauf. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, ich gucke schon, wo der Wein herkommt, was es für eine Rebsorte ist und lese die Beschreibung, wenn es denn eine gibt, um grobe Fehlkäufe auszuschließen.

Der Parra Jiménez aus dem Bioladen war eine glatte Punktlandung. Gestern einfach so zum Fernsehen getrunken. Was heißt “getrunken”, wir haben ihn quasi inhaliert und auf einmal war die Flasche leer. Heute direkt drei Flaschen nachgekauft, passte super zum Spargel, fruchtig, frisch, toll und dann noch mit Biosupersiegel von demeter. (Ich sehe gerade auf der Webseite des Weinguts, dass die auch Rotweine haben. Hm. Muss wohl auch mal probiert werden.)

Gibt’s für ungefähr 6 Euro z.B. bei basic.

Mairena – Bonarda, Argentinien, 2010

Mairena

Auch ein Etikettkauf, so weitestgehend und auch direkt ein Volltreffer. Dabei ist das leider schon etwas her, dass wir diesen Wein getrunken haben, zumindest lange genug, dass ich mich jetzt an Details nicht mehr erinnere. Das ist natürlich etwas ungünstig, wenn man einen Wein anpreisen will, aber sagen wir so: Entkorkt, ins Glas gegossen, dran gerochen und “WHOA!” gedacht. Getrunken und noch mal “WHOA!” gedacht, schön weich und gleichzeitig kräftig, genauso, wie ich das am liebsten hab.

Kam vom FrischeParadies in Essen und kostete irgendwas so um die 9 bis 10 Euro. Am besten gleich mehrere Flaschen mitnehmen, sag ich mal so.

La Ferme Julien – Frankreich, 2011

Ferme Julien

Hübsches Etikett, nicht? Öhm ja. Wenn ich mich richtig erinnere, eine Sortenmischung, aber vielleicht vertu ich mich jetzt auch, die Flasche ist leider heute im Altglascontainer gelandet, und ich kann nicht mehr nachgucken.

Schön an diesem Wein fand ich, dass er beinahe lächerlich unaufgeregt ist. Das klingt jetzt vielleicht etwas bescheuert, aber wenn man wirklich einen ganz einfachen Rotwein mit nicht viel davor und nicht viel dahinter haben möchte, den man gut zu quasi allem trinken kann (auch zu “Game of Thrones”, wie man auf dem Bild erahnen kann), dann kann ich den empfehlen. Hat außerdem ein hübsches Etikett.

Kostete irgendwas um die 6 Euro und gab’s ebenfalls im FrischeParadies.

 

Dieser Artikel wurde auch auf meinem “normalen” Blog veröffentlicht. Bei allen Lesern, die beide Blogs lesen, entschuldige ich mich direkt mal für die Redundanz, aber ich konnte mich nicht entscheiden.

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Pastrami-Sandwich bei TJack’s auf der Rü

Von außen

Pastrami kenne ich ja vor allem von den zwei großen Pastrami-Partys, die wir im Büro gefeiert haben und denen jedes Mal ein riesiger Block Pastrami zum Opfer fielen.

Jetzt gibt’s Pastrami auch in Essen, genauer gesagt bei TJack’s auf der Rüttenscheider Straße, einem ganz kleinen Café, das sich auf Sandwiches, Bagel und kleine Snacks spezialisiert hat. Und eben auf Pastrami.

Tafel

Und weil heute die Sonne scheint und es mich nach drei Wochen, in denen ich hauptsächlich auf dem Sofa gelegen und meine Bronchitis auskuriert habe, doch etwas nach draußen treibt, wagen wir einen langen Spaziergang, um dann im TJack’s eben genau so ein Pastrami-Sandwich zu testen.

Blümchen

Klein ist es, gerade mal zehn Sitzplätze und ein Sofa, die Getränkeauswahl überschaubar, aber dafür umso besser. LemonAid, Fritz Apfelschorle und Astra Alsterwasser gibt es zum Beispiel oder, wenn es einem nach etwas warmem ist, David Rio Chai, Blömboom Schokolade oder der TJack’s Hauskaffee.

Und dazu eben Sandwiches, vegetarisch, mit Pastrami, Steak oder Lachs und natürlich noch weiteren Variationen. Wir nehmen beide das “New York Pastrami” und bekommen zwei große getoastete Brote mit Pastrami, Tomaten, Gewürzgurken, Gouda und Rucola.

Pastrami-Sandwich

Lecker ist das, aber auch sehr mächtig. Wir mühen uns beide an den Broten ab, bei mir bleibt ein kleiner Rest übrig. Meinetwegen könnte man den Rucola und den Käse weglassen und dafür mehr Gewürzgurke und Senfdressing nehmen, das würde einem typischen New Yorker “Pastrami on Rye” auch näher kommen, aber das ist nun schon etwas Jammern auf hohem Niveau. (Es stimmt auch nicht so ganz, denn das typische New Yorker Sandwich wird oft mit Cole Slaw oder eben einer ganzen Gewürzgurke als Beilage serviert, zwischen den Brothälften steckt dann eigentlich nur noch Pastrami und etwas Dressing.)

Tabasco

Wer nach dem Sandwich noch Platz für Nachtisch hat, kann sich zwischen Cookies und hausgemachtem Kuchen entscheiden. Bei uns ist leider so gar kein Platz mehr und so verlassen wir das TJack’s satt und zufrieden und treten den Verdauungsspaziergang nach Hause an.

Cookies

Dass es mit dem TJack’s nun endlich, endlich auch Pastrami in Essen gibt, freut mich ungemein. Demnächst probiere ich dann einfach den Pastramiburger oder futtere mich anderweitig durch die kleine Karte. Geliefert wird übrigens auch. Wenn das mal keine Alternative zu Pizza und Gyros ist, dann weiß ich auch nicht.

Sofa

TJack’s – Casual Food and Coffee House
Rüttenscheider Straße 216
45131 Essen
Telefon: 01573 / 170 34 41

http://tjackessen.wordpress.com

Öffnungszeiten: Di. - So.: 9:30 - 18:00

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Kochbuch-Kochen: Möhren-Maronen-Suppe

Anni kocht in Münster

Sandra von Schöner Blog hat sich etwas ausgedacht und das heißt “Kochbuch-Kochen”. Woche für Woche nimmt sie sich ein Kochbuch aus dem Regal, sucht sich ein passendes Rezept raus, kocht das nach, guckt, wie’s funktioniert und ob’s schmeckt und ganz am Schluss fällt dann vielleicht auch das Urteil für das Kochbuch. Behalten oder weggeben?

Denn wie bei so Kochbuch- und Kochzeitschriftsüchtigen so oft, das Regal steht voll mit Kochbüchern, die man sich irgendwann mal gekauft hat, aber gekocht hat man noch nie daraus. Das geht auch mir so, und so hab ich schon vor ein paar Wochen auch beim Kochbuchkochen mitgemacht, komme aber erst jetzt dazu, darüber zu schreiben.

Zutaten

Maronen hatte ich eh schon gekauft, eigentlich wollte ich damit eine Maronensuppe aus einer Saveurs-Ausgabe kochen, aber weil es eben KochBUCH-Kochen heißt, und nicht KochZEITSCHRIFTS-Kochen, suchte ich schnell nach einer Alternative und fand sie – wie passend – im Kochbuch “Anni kocht in Münster”, das ich bei unserem Münsterausflug im Mai einfach mitnehmen musste. Erstens war es total hübsch, zweitens finde ich westfälische Küche interessant und drittens heißt es ja quasi wie ich, bzw. sogar genauso, wie der Mann mich gerne nennt. Ein Kochbuch wie für mich gemacht also, mit tollen Rezepten wie “Dicke Bohnen”, Westfälisches Stielmus”, “Landbier-Hühnchen” und  “Stippmilch mit beschwipsten Früchten”.

Und eben “Möhren-Maronen-Suppe”, denn eine Maronensuppe sollte es werden.

Zunächst also mal das Rezept, bevor es an Bewertung von Suppe und Kochbuch geht.

Rosmarin

Möhren-Maronen-Suppe
für 4 Portionen

2 Zwiebeln
350 g Kartoffeln
350 g Möhren
200 g Maronen (vakuumverpackt)
2 kleine Rosmarinzweige
2 - 3 El Butter
1/2 l Milch
600 ml Gemüsebrühe
150 g Schlagsahne
Salz, Pfeffer
etwas Zitronensaft

Freestyle-Bonus:
2 Scheiben Toastbrot
Speckwürfel

1. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Kartoffeln und Möhren ebenfalls schälen und wie die Maronen grob würfeln. Rosmarinzweige abspülen.

2. Die Butter in einem Topf schmelzen und Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren, Maronen und Rosmarin darin unter  Rühren andünsten. Dann Milch, Brühe und Sahne dazugießen und aufkochen lassen. Runterschalten und 20 bis 25 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln.

3. Topf vom Herd nehmen, Rosmarinzweige entfernen (bei mir waren wirklich nur noch die Zweige übrig, die Blättchen hatten sich alle gelöst) und die Suppe pürieren.

4. Noch einmal aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

5. Freestyle-Bonus: In einer Pfanne die Spreckwürfel ausbraten und beiseite stellen. Toastbrot in Würfel schneiden und in dem ausgelassenen Fett knusprig braten, ebenfalls zur Seite stellen. Beim Anrichten ein Häufchen Speck und Croutons in die Mitte des Tellers geben und die Suppe dazugießen.

Suppe

Das Kochbuch

“Anni kocht in Münster” von Lisa Nieschlag und Lars Wentrup
Erschienen im Aschendorff Verlag

Für Vegetarier geeignet

Eigentlich schon. Viele Rezepte kommen ohne Fleisch aus, außerdem gibt es eine ansehnliche Dessert-Sammlung. Oft lassen sich auch nicht-vegetarische Rezept zu vegetarischen umbasteln, indem man einfach den Speck oder den Schinken weglässt.

Größe der Portionen

Kann ich nicht genau sagen, da ich mich nicht hundertprozentig an die Angaben gehalten habe, denn bei so einer Suppe ist das eigentlich egal, ob man jetzt 300 oder 400 Gramm Möhren hat. Wir konnten zu zweit zwei Tage davon essen, einmal abends, einmal mittags und waren nach einem Teller immer schön satt.

Optik

Hübsch. Wirklich. Deswegen musste ich es ja auch kaufen. Zwischendurch immer wieder Bilder aus Münster oder aus dem Umland. Mir gefällt das sehr gut.

Verständlichkeit

Bei so einer Suppe kann jetzt so viel nicht schief gehen, aber hier gab es auch von der Beschreibung keine Probleme.

Schwierigkeitsgrad

Die meisten Rezepte sind eher einfach mit übersichtlichen Zutatenlisten und selbst der Hasenrücken mit Wacholdersoße kommt mit einer überschaubaren Anleitung aus. Ob das dann auch reicht, wird sich zeigen, wenn ich mich an so ein Rezept auch rantraue. Die Suppe war eher nicht so schwer.

Besonderheit

Von der regionalen Färbung mal abgesehen, zeichnet sich das Buch eigentlich vor allem durch die schöne Optik und die interessanten Rezepte aus, das würde ich aber nicht zwingend als Besonderheit verstehen. Aber es heißt so wie ich! Das ist besonders!

Was ich schon darausgekocht habe

Nichts. Stand bislang rum und sah hübsch aus.

Das Kochbuch-Kochen-Gericht

Warum ich dieses Rezept wählte, das habe ich ja schon erklärt. Der Mann und ich fanden die Suppe beide sehr lecker, wobei mir die Maronen zu wenig rauskamen und die Suppe ein wenig zu breiig war, was aber natürlich auch daran liegen könnte, dass ich mich nicht hundertprozentig an die Angaben gehalten habe. Kann man aber durchaus nachkochen, vor allem, so lange es draußen noch so üsselig ist.

Fazit

Schönes Buch, leckeres Essen und weitere interessante Gerichte, die ich mal gerne ausprobieren möchte. Das Kochbuch bleibt im Regal und wird hoffentlich in Zukunft öfters rausgeholt werden – und zwar nicht nur zum Angucken.

Es gibt mittlerweile auch “Anni backt in Münster” und “Anni kocht für Kinder” und reingucken kann man auch auf der offiziellen Seite: http://www.annikocht.de/

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Ein kleines Weihnachtsgeschenk: Nuss-Pangani

Dieses Jahr kannte die Weihnachtsbäckerei keine Pause. Insgesamt zehn Päckchen wurden (oder werden noch) in alle Teile der Republik verschickt, nach Hamburg, Potsdam, Karlsruhe, in den Odenwald, nach München, ins Rheinland und ganz nah ins Ruhrgebiet. Dazu noch die persönlich übergebenen Tüten und die Plätzchen, die der Mann dosenweise ins Büro schleppte, um die Kollegen zu bestechen.

Am öftesten habe ich wohl Vanillekipferl nachgebacken. Aber auch die Orangen-Nougat-Rauten, die Haferflockenkekse und die Nussschnitten mussten nachgeliefert werden.

Und natürlich Nuss-Pangani. Während ich die meisten Rezepte aus den zahlreichen Kochzeitschriften raussuchte (dabei gewann haushoch die “Lecker”, da sind irgendwie die besten Plätzchenrezepte drin), sind Nuss-Pangani ein astreines Familienrezept. Ich weiß noch nicht mal, was Pangani überhaupt sein soll, aber sie heißen nun mal so, und ich kannte es nie anders.

Beim letzten Elternbesuch nötigte ich also meine Mutter dazu, das alte rote Kochbuch aus dem Schrank zu suchen. Früher hätte man das Rezept mühevoll abgeschrieben, heute reicht die Handy-Kamera und fertig ist das!

Ich habe im letzten Jahr viel Spaß mit diesem Blog gehabt, tolle Restaurants, Feste und Märkte besucht und selber gekocht und gebacken. Ich danke allen Lesern für das Interesse, für die schönen Kommentare und Verlinkungen. Auf ein neues Jahr voller kulinarischer Abenteuer, hier im Ruhrgebiet und anderswo. Als kleines Weihnachtsgeschenk und Dankeschön für ein tolles Jahr hier nun das Originalrezept für Nuss-Pangani aus einem dreißig Jahre alten roten Kochbuch.

Rezept

Nuss-Pangani

200 g Butter
100 g Kandisfarin (musste ich googeln, ist ein brauner Zucker, steht aber auch auf der Packung und ich hatte sogar welchen im Haus)
1 Ei
2 El. Rum
200 g Mehl
1/2 Tl. Kardamom
1/2 Tl. Zimt
1 Messerspitze Muskat
200 g gemahlene Hasel- oder Walnüsse
100 g Grümmel (eine Art Kandis, steht auch auf der Packung)
ggf. Kuvertüre

1. Das Fett schaumig rühren und nach und nach Zucker, Ei und Gewürze (inkl. Rum) zugeben.

2. Dann das Mehl und die Nüsse und den Grümmel unterkneten und einige Stunden (in Rollen) kühl stellen.

3. Ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und 12 - 15 Minuten bei 180 - 200°C backen.

4. Wer möchte, schmilzt noch Kuvertüre und taucht die fertigen, abgekühlten Kekse zur Hälfte rein. Ich mach das jedenfalls so.

Nuss-Pangani

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Professionelles Rumkleckern seit 1980