Ruhrfeuer: Currywurstsossen-Testessen bei “Mampf”-Fred

Brüder

An Christi Himmelfahrt zieht es mich nach Essen-Fulerum. Da wollen ich und vier Mädels des neu gegründeten Blogowski-Netzwerks die Currywurstsoßen “Ruhrfeuer” der Schaschlikbrüder testen. Die haben nämlich neben der Kultbude von “Mampf”-Fred einen kleinen Currywurststand aufgebaut und da kann man dann die leckere Soße nicht nur testen, sondern sich auch noch freiwillig vor laufender Kamera ein bisschen zum Affen machen. Wenn man sich das traut, kriegt man die Wurst sogar für umme. Und da ich ja im Grunde meines Herzens eine Rampensau bin, weiß ich schon, dass ich dieses Angebot kaum ausschlagen kann. RUHM UND WURST! Da muss ich doch nicht lange nachdenken.

Vorgespräch

Erstmal wird aber einer der Schaschlikbrüder von uns ausgequetscht. Dass das mit der Soßenproduktion eher so ein Zufall war, erfahren wir. Timo Winter und Dietmar Haubold sind beide Köche und beliefern als Cateringservice Seniorenheime. Die Ruhrfeuer-Currywurstsoße entstand eher aus Lust und Laune und als immer mehr Freunde nachfragten und auch was haben wollten, dämmerte es den beiden so langsam, dass sie da auf eine neue Geschäftsidee gestoßen waren. Mittlerweile wird die Ruhrfeuer-Soße nicht nur im eigenen Webshop, sondern auch in vielen Läden verteilt übers ganze Ruhrgebiet verkauft. Und wer spät abends noch einen Soßennotfall hat, der kann sich sogar auf zu “Mampf”-Freds Bude machen, da gibt’s auch welche.

Die beiden gekreuzten Chilischoten auf dem Logo sind im Übrigen eine Anspielung auf das Sansibar-Logo. Deren Currysoße kann nämlich angeblich nix, die Ruhrfeuer-Soßen hingegen, so wird uns schon mal versichert, können einiges und sind dabei ausschließlich aus natürlich Zutaten hergestellt. Aber halt! Sowas müssen wir natürlich selbst testen. Also auf zur Tat und zum Biertisch am Bratwurststand.

Currywurst

So sieht die Wurst mit Ruhrfeuer-Soße aus, und schmecken tut sie wirklich großartig. Getestet wird die Soße mit Schärfegrad 2 (“Ordentlich”). Tatsächlich muss ich nachher ein bisschen schniefen, aber die Soße hat eine angenehme Schärfe, die einem nicht gleich die Geschmacksknospen wegbrennt und ist eben nicht nur scharf, sondern auch sehr fruchtig. Außerdem meine ich kleine Zwiebel- und Paprikastücken und ganze grüne Pfefferkörner identifizieren zu können. Das Gesamturteil lautet: Echt lecker.

“Wollt ihr nicht mal eine Bude aufmachen?” fragt Claudia. “Also, wenn ich wüsste, es gibt eine Currywurstbude, wo’s die Soße gibt, ich würd nirgendwo anders mehr hingehen.”

Eine Bude wollen die Schaschlikbrüder aber erstmal nicht eröffnen, da sie mit ihrem “richtigen” Job und der Soßenproduktion nebst Aktionen wie der heutigen schon genug ausgelastet sind. Das ist natürlich verständlich, aber auch schade.

Leer

Gestärkt schreiten Juli, Claudia und ich dann frisch zur Tat. Wir besprechen kurz das Skript, leider kennt keine den Text des Grönemeyer-Currywurst-Liedes, also beschränken wir uns auf lautes Skandieren, synchrones Wurstessen und ladylikes In-Ohnmacht-Fallen. Nachher hat der Kameramann Tränen in den Augen. Er behauptet vor Lachen, es könnte aber auch schiere Verzweiflung sein. Das Ergebnis gibt’s dann wohl demnächst im Netz zu sehen. Ich werde darauf hinweisen, auch wenn ich auch ein bisschen Angst davor habe.

Schild

Das selbstgebastelte “GeschmacksPOTTential”-Schild schenkt Juli den beiden Brüdern dann auch direkt, und es wird schön vor dem Brötchenkorb platziert. Dann räumen wir so langsam das Feld für die nächsten Gäste, bedanken uns noch mal für die nette Bekümmerung mit Gratiswurst und Unterhaltung und machen uns davon.

Stand

Schön war das, super Wetter, super Currywurst, total sympathische Soßenhersteller und überhaupt. Ich spreche eine unbedingte Kaufempfehlung für die Ruhrfeuer-Soßen aus. Die Schaschlik-Brüder findet man auch auf Facebook sowie Twitter, und ist dort dann auch gut informiert über anstehende Wurst-Aktionen. Es lohnt sich.

http://www.schaschlikbrüder.de/

Artikel über die Schaschlikbrüder im Westen

Bei “Mampf”-Fred
Humboldtstraße 190
45149 Essen

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Japanisches All-You-Can-Eat bei The East in Hanau

Bestellschein

Gastronomisch ist Hanau ein bisschen schwierig. Ein wirklich richtig gutes Restaurant hab ich noch nicht gefunden, allerdings hab ich auch noch nicht viel ausprobiert. Letzte Woche habe ich dann mittags mit zwei Kollegen das The East am neuen Post-Carré ausprobiert, zur Abwechslung sind wir diese Woche dann mal nicht zu unserem Standard-Vietnamesen.

Bei The East gibt es etwas Besonderes, nämlich “120 Minuten Asiatisch Schlemmen”. Für die Mittagspause etwas überdimensioniert, aber man wird ja nicht gezwungen, 120 Minuten zu bleiben und mittags kostet der Spaß auch nur knapp 13 Euro. Das ganze funktioniert so: Zunächst mal muss der ganze Tisch sich für dieses All-You-Can-Eat-Angebot entscheiden. Das fiel uns aber nicht so wirklich schwer. Dann kann man immer fünf kleine Gerichte (pro Person) auf einmal bestellen, die dann gebracht werden. Und wenn man fertig ist, kann man die nächsten fünf Mini-Portionen bestellen.

Klingt etwas überkompliziert, funktioniert aber erstaunlich gut, wenn man’s einmal kapiert hat und es bewirkt auch, dass man automatisch kleine Pausen einlegt, während derer man sich die nächsten leckeren Sachen aussuchen kann. Auf dem Bestellschein sind fünf “Runden” zum Ausfüllen vorgedruckt. Keine Ahnung, ob das die Maximalanzahl an Runden ist, wir waren nach dreien durch und pappsatt.

Und bevor ich jetzt noch lange rumrede, hier mal mein komplettes Menü zum Angucken:

Lemon-Chili-Soup

Lemon-Chili-Soup: Ein bisschen wie Tom Ka Gai, aber ohne Hühnchen, dafür mit mehr Pilzen. Sehr, sehr lecker. Optimaler Start fürs Menü.

Gyozas

Gyozas. Lecker gefüllt und mit süßlich-scharfem Dip. Eins ging an den Kollegen, der noch auf sein Sushi warten musste, der fand’s auch gut. Hat er jedenfalls gesagt.

Sushi I

Drei mal Sushi: Califonia Maki, Tekka Maki und noch so ein Thunfisch-Sushi. Alles sehr lecker, wobei die California Maki sozusagen “reduzierte” Califonia Rolls waren, ein bisschen kleiner und nur mit Avocado und Krebsfleisch. Trotzdem gut. Ein Tellerchen ist im Übrigen eine Portion, also hätten wir mit Suppe, Gyozas und den drei Sushi-Tellerchen die erste Runde durch.

Gurken

Eingelegte Gurken. Auch sehr gut, wobei ich beim nächsten Mal wohl eher wieder Kimchi nehmen würde. Das hatte ich dafür einem Kollegen empfohlen, der das noch nicht kannte und der auch ausreichende Begeisterung für den leckeren scharfen Chinakohl zeigte.

Sushi II

Zweite Sushi-Runde: Sake Nigiri, Inari und Makis mit Hühnchen (letztere natürlich nicht roh). Auch alles super.

Gemüse-Tempura

Gemüse-Tempura: Diese Portion war mir eigentlich zu groß und zu sättigend. Ich hab’s trotzdem tapfer aufgegessen und es war ja auch gut, wobei Gemüse-Tempura eben einfach ein bisschen unspektakulär ist. Nach dieser Runde war ich dann eigentlich auch schon satt. Die nächste Runde diente nur zum Ausprobieren von ein paar Sachen, die ich vorher schon bei einem Kollegen gesehen hatte und die sehr lecker aussahen. Und ein Nachtisch musste noch probiert sein.

Cha-Shiu

Cha-Shiu kenne ich als das Schweinefleich, was immer auf die großen japanischen Suppen oben drauf kommt. Hier ohne Suppe, dafür mit süßlicher Soße. Ein bisschen trocken vielleicht, aber durchaus auch lecker.

Garnelenspieß

Scharfer Garnelen-Spieß. Mjam. Sehr lecker und chön charf.

Dessert

Zum Nachtisch gab’s süße Blätterteigröllchen mit Rote-Bohnen-Füllung. Das mit dem Blätterteig zweifle ich ja ein bisschen an, Blätterteig sieht meiner Meinung nach irgendwie anders aus und die Röllchen waren leider ein bisschen trocken. Eins hab ich dann auch einem Kollegen abgegeben, denn mein Bauch war einfach schon voll. Man sieht also, ich war in der dritten Runde schon nur noch mit drei Portionen dabei und das vor allem auch, weil es noch so viel zu probieren gab.

Gesamtergebnis nach drei Runden und dem, was ich bei den Kollegen auf den Tellerchen gesehen habe: Alles echt lecker, insgesamt gute Portionsgrößen. Bei den Sushis wird ein bisschen geknausert, da ist eine Portion dann eben auch mal ein einziges Nigiri-Sushi, bei anderen Sachen ist es fast ein bisschen zu viel, man muss sich also zumindest insgesamt keine Sorgen machen, dass man nicht satt werden könnte.

Bestellschein komplett

Der Service ist sehr freundlich und läuft vielleicht ein bisschen überprofessionell mit so kleinen Kopfhörerdingern im Ohr rum. Wir saßen direkt neben einem hübschen Wasserfall und guckten auf den Bahnhof Hanau-West runter. Es gibt sicherlich schönere Ausblicke, aber für Hanau ist das schon ganz gut.

Kaffee oder Espresso gibt’s übrigens für nur einen läppischen Euro zum All-You-Can-Eat dazu, dieses Angebot haben wir dann aber nicht genutzt, sondern sind vollgefuttert zurück ins Büro gerollt gelaufen. Ich hab dann auch für den Rest des Tages nicht mehr viel essen müssen. Lohnt sich also. Ansonsten kann man aber auch ganz normal von der Karte bestellen und mittags gibt es zudem günstige Mittagsmenüs mit Suppe und teilweise auch Dessert.

Abends kostet der Spaß 23 Euro, dafür gibt’s auch mehr Auswahl und man hat wahrscheinlich auch eher die Chance, die 120 Minuten auszunutzen. Dann könnte man auch mal so einen leckeren Cocktails ausprobieren. Die Chance, dass ich mir das demnächst mal nach 17 Uhr angucke, stehen also nicht schlecht. Gute Entdeckung. Hanau ist eben doch nicht immer so übel.

The East
Am Steinheimer Tor 1
63450 Hanau
Telefon: 06181/50 80 168

http://www.theeast.de/

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Neu am Limbecker Platz: Frozen Yogurt und mehr bei Frooters

frooters

Ich hab ja so konkret nichts gegen den Limbecker Platz. Gestern Abend aber wollte ich da eigentlich gar nicht hin, so komplett mit Koffer und schwerer Tasche, aber der Mann wollte ja noch zu Saturn, also fuhr ich halt samt Gepäck ins große Einkaufszentrum, wo dann dank langem Freitag (alles bis Mitternacht geöffnet) auch ziemlich viel los war.

Mal abgesehen davon, dass wir dann auch nach dem Kopfhörerkauf wieder ziemlich schnell abgedampft sind, habe ich zumindest eine kleine Entdeckung gemacht: Das neu eröffnete Frooters direkt im Erdgeschoss am Haupteingang (oder dem, was ich so als Haupteingang verstehe).

Obst

Bei Frooters gibt es Obst, Säfte, Smoothies, Obstsalat mit oder ohne Joghurt und so und vor allem: Frozen Yogurt zum Selberbasteln.

Das geht so: Man wählt seine Größe und ob man lieber einen Becher oder eine Waffel will, die kriegt man dann und dann kann man den Frozen Yogurt erst selbst zapfen und sich dann nach Herzenslust Toppings auswählen und den selbstgezapften Frozen Yogurt damit kreativ aufpeppen. Eigentlich unterscheidet sich das jetzt nicht so dolle groß davon, der Frozen-Yogurt-Fachverkäuferin seines Vertrauens seine Wunschbestreuselung zu nennen, aber es macht natürlich deutlich mehr Spaß.

Schild

(Ich sehe gerade, ich hab das Schild gestern total falsch verstanden und dachte, man dürfte nur drei Toppings wählen. Stimmt ja gar nicht, es ist ja nur Schritt Nummer 3.)

Das habe ich dann auch prompt ausprobiert. Einmal einen mittelgroßen Becher gekauft, dann gezapft (wenn ich das richtig erkennen konnte, gab es nur ganz normalen Frozen Yogurt, keine weiteren Geschmacksrichtungen) und dann die große Toppingtheke umrundet. Die reicht von Süßkram (Kinderschokolade, Marshmallows und buntem Puffreis) über Cornflakes und Schokostreusel bis zu Erdbeeren, Kirschen und Kiwi. Ich hab mich für Yoghurette-Stücke, Kirschen und Mango entschieden.

Frozen Yogurt a la Anne

Das Konzept ist natürlich prima und Frozen Yogurt mag ich ja sowieso. Ob man sich das jetzt selbst zusammenbauen muss oder will, bleibt dahingestellt, ich bin ja für so Spielereien immer zu haben und so eine offene Theke mit vielen leckeren Kleinigkeiten lädt natürlich zum Experimentieren ein. Ich würde mal prognostizieren, dass ich demnächst beim Betreten des Einkaufszentrums öfters zur Einstimmung direkt mal einen Frozen Yogurt basteln werde. Da sind noch interessante Kombinationen drin. Und schmecken tut es auch.

Theke

Und wer keinen Frozen Yogurt mag, der kann ja beherzt zu einem Obstbecher oder einfach einem leckeren Saft greifen. Gut sah die Auswahl auf jeden Fall auch aus. Das Frooters hat noch weitere Fililalen, u.a. in Essen-Altenessen, Dortmund, Minden, Oldenburg und anderen Städten. Die Webseite ist wohl noch in der Mache, insofern ist diese Auswahl eine zufällige anhand der Google-Ergebnisse getroffene.

Frooters im Einkaufszentrum Limbecker Platz
Limbecker Platz 1A
45127 Essen

http://frooters.de/

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Wie man Bobos macht

Zutaten

Wo ich gerade so schön Torten backe und die Rezepte dafür aufschreibe, habe ich mich daran erinnert, dass es noch irgendwo ein Rezept für Karamellbonbons (besser bekannt als Bobos bzw. Bogbogs) haben müsste, dass ich (das weiß ich dank meiner Oma, die jedes Bild und Schriftstück ihrer einzigen Enkeltochter penibelst datiert hat) im Januar 1987 niedergeschrieben habe. Ich habe dieses Zeitdokument dann heute Abend total überraschend dann tatsächlich in einer der vielen Lagerkisten gefunden und möchte es der Welt nicht vorenthalten.

Die paar Rechtschreibfehler und die fehlenden Mengenangaben bitte ich zu entschuldigen. Ich wurde zu diesem Zeitpunkt noch gegen meinen Willen im Kindergarten festgehalten und musste mir jeden Scheiß selber beibringen. Und dass Mengenangaben hilfreich sein könnten, war mir wohl auch irgendwie entgangen.

Rezept

Falls es wider Erwarten nicht gut zu lesen sein sollte (man kann das Bild auch anklicken, dann wird es größer), hier der originale Wortlaut dieses sensationellen Rezeptes:

ZUTATEN FÜR BOBOS

MEHL EINE MEGE ZUKER SANE UND EIN BISCHI SAZL UND FETT VANLILE

DAS ALLES IN EINEN TOPF TUEN UNND KÄFTIG UMRÜRNEN

WEEN MAN DAS GEMACHT HAT LSEST MAN ES NOCH WARM WERDEN

DAN LEGT MAN ES AUF EINE PLTTE UND LEGT ES AUFEINANDAR

DAN SNEIDET MAN DEN TEIG IN KLEINE STÜKE DIE UNGEFER SO AUSEHEN UND DAN IST DAS BOGBOG FERTIG

Man beachte auch die 1A-Illustrationen, die ja wohl sehr genau zeigen, wie die Bobos nachher aussehen sollen. Ich finde, ich kann da ganz schön stolz auf mich sein. Die Karriere als Foodblogger hat also doch schon sehr früh ihren Ursprung gehabt. Es war mehr oder weniger unvermeidlich.

Stücke

Disclaimer: Dieser Post wurde parallel auf meinem “normalen” und dem Foodblog veröffentlicht, da er zu beiden passt und ich mich nicht entscheiden konnte. Wer beide Blogs liest, der entschuldige bitte die Redundanz, alle anderen ignorieren diese Information einfach.

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Hochzeitstortenchallenge Torte 4: Erdbeer-Weisse-Schokolade-Torte

Torte

Diesmal handelt es sich tatsächlich um eine –  ein bisschen aus der Not geborene –  Eigenkreation. Eigentliche wollte ich die Grüntee-Beeren-Torte von Annik Wecker machen, konnte aber kein Matcha-Pulver finden. Außerdem wollte ich statt der Johannisbeeren passend zur Saison Erdbeeren nehmen und den Kuchen ein bisschen anders schichten. Im Original gibt es nur einen Boden, der mit Creme bestrichen wird, und dann mit Früchten belegt und mit Tortenguss übergossen wird.

Bei mir gibt es zwei Böden, dazwischen Creme mit Erdbeerstückchen und oben drauf dann noch eine Cremeschicht mit Erdbeerscheiben dekorativ belegt.

Baiser

Den Baiser für den Biskuitteig habe ich die KitchenAid machen lassen. Sieben Eiweiß waren dann doch ne ganze Menge. Da ich das Rezept so abgewandelt hatte und außerdem diesmal in einer Springform mit 20 cm gebacken habe, blieb etwas Teig über, vermutlich könnte man also die Zutaten für den Teig noch ein bisschen reduzieren.

Abwasch

Da ich ein bisschen unter Zeitdruck stand, habe ich auch den Tortenguss weggelassen und einfach nur die Erdbeerstückchen verteilt und mit einer weiteren Schicht Creme bedeckt. Im Nachhinein würde ich sagen, braucht man bei meiner Variation auch gar keinen Tortenguss.

Insgesamt war der Kuchen ein guter Erfolg. Der Biskuit ist leider nicht so ganz fluffig geworden, vermutlich ob der ganzen Änderungen, die ich gemacht habe. Die Gesamt-Kombination war aber recht überzeugend. Die Creme ist schön süß, durch den Frischkäse aber nicht zu süß, und auch optisch gab’s nichts zu meckern. Das Rezept für den Teig ist also nicht optimal, wer es da besser weiß, der soll es bitte auch so machen. Prinzipiell passt es aber.

Torte

Als Hochzeitstorte würde ich vielleicht noch einen dritten Boden backen, und die Torte entsprechend höher schichten. Am Biskuitboden müsste ebenfalls noch gefeilt werden und ob es Ende Juli noch gute Erdbeeren gibt, wird sich rausstellen. Aber ansonsten geht das sicher auch mit anderem Obst, frisch oder tiefgekühlt. Es sieht also fast so aus, als ob wir uns so langsam an eine Entscheidung rantasten.

Stück

Erdbeer-Weiße-Schokolade-Torte

Für den Teig:
7 Eiweiß
1 Prise Salz
200 g Puderzucker
100 g gemahlene Mandeln
100 g Mehl
200 g Butter

Für die Creme:
200 g weiße Schokolade
200 g Doppelrahm-Frischkäse
4 El Crème frâiche

500 g Erdbeeren

1. Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen. Eine Springform (20 cm) mit Butter einfetten.  Ca. 2/3 der Erdbeeren in kleine Stücke schneiden, den Rest in Scheiben schneiden.

2. Für den Teig die Butter in einem Topf zerlassen und leicht anbräunen lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Dann den Zucker dazurieseln lassen und weiterschlagen.

3. Das Mehl sieben, Mehl und Mandeln mischen und unter die Eischneemasse rühren. Die abgekühlte, noch flüssige Butter ebenfalls unter die Eischneemasse rühren. Hälfte des Teiges in die Springform füllen und glattstreichen. Im Ofen etwa 15 bis 20 Minuten backen, bis sich der Teig vom Springformrand löst. Dann aus dem Ofen nehmen, auf einen Teller bzw. eine Kuchenplatte stürzen und abkühlen lassen. Den zweiten Boden genauso backen.

4. Weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen. Frischkäse glattrühren, mit der geschmolzenen Schokolade und der Crème frâiche verrühren.

5. Um den abgekühlten Boden einen Tortenring setzen. 1/3 der Creme auf den Boden streichen, die kleingeschnittenen Erdbeeren darauf verteilen, ein weiteres Drittel der Creme über die Erdbeeren streichen. Den zweiten Boden draufsetzen, mit der restlichen Creme bestreichen und mit den Erdbeerscheiben dicht belegen.

6. Kuchen im Kühlschrank fest werden lassen und dann genießen.

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Bürokost: Pastramischlacht zum Ausstand

Pastrami-Sandwich

Kollege B. hatte heute seinen letzten Tag. Schon zu seinem Geburtstag konnte er mit einer besonderen Leckerei aufwarten und schleppte statt Kuchen einen Block Pastrami an, zusammen mit Brot, Honig-Senf-Mayonnaise und Sandwichgurken. Als er ein bisschen nachhakte, ob es denn zur Ausstandsfeierlichkeit irgendwelche besonderen Wünsche unsererseits gebe, kam es wie aus einem Mund: “Noch mal Pastrami!”

Pastrami ist ein geräuchertes und gewürztes Fleischstück, meist wohl Rind. Ich kannte es schon, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich vorher schon mal Pastrami gegessen habe. Anscheinend habe ich ausreichend USA-Erfahrung, dass ich diese Delikatesse recht gut einordnen konnte.

Pastramiblock

Also gab es heute statt Kantinenkost oder Mittagstisch beim Vietnamesen die zweite große Pastramischlacht. Für sieben – hauptsächlich männliche – Kollegen braucht man dafür:

  • ca. 2 kg Pastrami (wenn nicht mehr)
  • 7 Ciabatta-Brote (nein, ich scherze nicht)
  • 2 Gläser Honig-Senf-Mayonnaise
  • 2 Gläser Sandwichgurken
  • viel Geduld

Zutaten

Liebevoll hat Kollege B. die Pastramischeiben hauchfein von dem Block abgesäbelt bis die Hand krampfte. In der Zwischenzeit wurde das Brot durchgeschnitten, einmal quer, einmal längs, beide Hälften mit ordentlich Honig-Senf-Mayonnaise bestrichen, dann mit einem Berg Pastrami und anderthalb bis zwei Gurkenscheiben belegt und zugeklappt.

Säbeln

Fleischhaufen

Ich plädiere nach diesem zweiten Pastramierlebnis für deutlich mehr Pastrami in Deutschland. Lecker. Anscheinend hat der Kollege schon viel experimentiert, und mittlerweile die optimalen Sorten Mayonnaise und Gurken gefunden.

Mayonnaise

Nach einem Sandwich ist man eigentlich schon pappsatt. Das zweite etwas kleinere Sandwich hab ich eher noch verdrückt, weil’s so lecker war. Wie zwei andere Kollegen es geschafft haben, drei normal große zu verdrücken, ist mir nach wie vor unklar. Ich leg mich jetzt jedenfalls gleich auf die Couch, um weiter zu verdauen.

P1020947

PS: Pastrami gibt es unter anderem im Frischeparadies, allerdings da wohl nur in diesen großen Blöcken. Angeblich auch in irgendeiner Metzgerei in München. Wer da nähere Informationen braucht, ich kann noch mal nachfragen. Auch im IMA kitchen in Frankfurt gibt es Pastramiburger. Es besteht also Hoffnung.

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Grosses Raclettegelage im Petite Raclette in Essen-Werden

Schild

Wir waren jetzt endlich im Petite Raclette, wo wir schon mal so nett Desserts verspeist hatten, diesmal aber zu viert und zum richtigen Raclette-Essen. Am Telefon sagte man mir schon, dass es eventuell kein Raclette mit Grill, sondern lediglich eines mit Kerzen geben würde, zu dem man dann auch kein Fleisch kriegen könnte. Das war uns aber egal, wir wollten das trotzdem probieren, und machten an einem verregneten Abend einen kleinen Ausflug nach Essen-Werden.

Draussen

Tafel

Das Petite Raclette befindet sich in einem hübschen kleinen Gässchen in der Altstadt von Werden. Draußen begrüßen uns Blumen und die handgeschriebenen Tafeln, drinnen erwartet uns ein schöner uriger Holztisch mit einem französisch angehauchten Reservierungsschild. Die Bestellung ist eine mittelschwere Geburt, wir bestellen quer die Raclettebeilagen durch, verwirren dabei nicht nur uns ein bisschen, sondern auch den Service, der daraufhin wieder uns ein bisschen verwirrt. Letztlich klappt aber alles. Es gibt auch noch Grillraclette, nur kein Rinderfilet mehr, die letzte Portion ist an den Nebentisch gegangen.

Reserviert

Wir kriegen den Aperitif (für mich den unten abgebildeten Kir) und auch direkt eine Flasche Weißwein. Dann kommt auch die Chefin (vermute ich jedenfalls) an unseren Tisch und sagt uns, dass sie jetzt doch noch schnell ein bisschen Rinderfilet gekauft hätte, wenn wir also was haben wollten, ginge das doch. Klar wollen wir und bestellen gleich zwei Portionen. Wir freuen uns über diese glückliche Wendung, dann stoßen wir an und warten auf das Raclettegelage.

Kir

Wein

Los geht’s: Das Raclette wird an den Tisch gebracht, eingesteckt und eingeschaltet. Dazu bekommen wir jeder einen Teller, Raclettepfännchen und Holzschaber. Außerdem Brot mit Butter, Kartoffeln und Raclettekäse. Die Spannung steigt.

DSC_0776

Zubehör

Dann wird richtig aufgefahren. Auf unserem Tisch landet schließlich folgendes (wenn ich nicht noch was vergessen habe):

  • Hühnchenfiletstreifen
  • Rinderfiletstreifen
  • Flusskrebse
  • Trüffelsalami
  • halbgetrocknete Tomaten
  • Feigen und Feigensenf
  • zwei Sorten Chutney

Dann ist der Tisch auch richtig voll und wir können damit anfangen, das Fleisch auf den Grill zu schmeißen und unsere Pfännchen kreativ zu füllen und das machen wir auch und die folgenden gefühlt fünfzig Bilder geben hoffentlich einen ganz guten Eindruck von unserem kleinen Gelage.

Fleisch

Salami

Rind

Chutney

Kartoffel

Raclette

Kreativküche

Mehr Kreativküche

Brot

Irgendwann ist alles aufgefuttert, die letzten Brotscheiben werden noch geröstet. Was am Anfang noch so wenig aussah, hat vollkommen gereicht, nur Brot und Kartoffeln lassen wir noch einmal bringen. Da man beim Raclette ja die Hälfte der Zeit mit Warten beschäftigt ist, läuft man eben nicht so Gefahr, sich erstmal den Bauch voll zu hauen, bevor man merkt, dass man schon längst satt ist.

Tafel

Nur Platz für Dessert ist natürlich noch. Wir bestellen einmal die angebotenen Desserts durch, Soufflé von weißer Schokolade mit Himbeersauce, Apfeltarte, Schokoladenkuchen und Zitronen-Mandel-Kuchen. Alles sieht schon lecker aus, und jeder probiert mal bei jedem, das Soufflé ist (wie angekündigt) sehr süß, aber auch sehr lecker, der Schokoladenkuchen herrlich schokoladig, der Apfelkuchen ist ebenfalls sehr lecker, und meine Zitronen-Mandel-Tarte sowieso. Diesmal mag ich tatsächlich meine Wahl am liebsten, wobei auch wirklich alles lecker ist und – wie unten gezeigt – auch sehr gut aussieht.

Souffle

Schokotorte

Apfeltarte

Zitronen-Mandel-Tarte

Danach sind wir richtig gut satt gegessen und glücklich. Bei der Verabschiedung frage ich noch mal nach und man erklärt uns, dass Raclette im Sommer nicht so gut läuft und sie deswegen in dieser Zeit nur das kleine Kerzen-Raclette anbieten, das eben leider nicht heiß genug wird, um Fleisch zu garen, aber für Käse und die restlichen Beilagen durchaus ausreicht. Also, Raclette gibt’s immer, im Sommer aber nicht das Komplettprogramm. Ansonsten kann man aber noch Flammkuchen, Salate, Baguettes und andere französische Leckereien schlemmen.

Sehr netter Service, generell sehr nette Bekümmerung, der französische Flair wird hier gut durchgezogen, sehr sympathisch das alles. Und wir? Wir tapern satt und glücklich zurück zum Bahnhof und machen uns auf den Weg nach Hause.

Petite Raclette

petite raclette
Hufergasse 7 – 9
45239 Essen-Werden
Telefon: 0201/50 78 42 65

http://www.petiteraclette.de/

Öffnungszeiten: Di – So: 11 – 23 Uhr, Mi: 17 – 23 Uhr

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Hochzeitstortenchallenge “Torte” 3: Erdbeer-Daiquiri-Cupcakes

Cupcake

Es geht in die dritte Runde. Zu Recherchezwecken begab ich mich in die Mayersche Buchhandlung in Essen und hab da einen Haufen Backbücher durchgeblättert. Die meisten waren zwar interessant, aber nicht zwingend für meine Ideen zur Hochzeitstortenchallenge gemacht. Ein Backbuch speziell für Cupcakes begann mit der Aussage, Cupcakes hätten früher Muffins geheißen oder einem ähnlichen Unsinn, da hab ich’s schnell wieder zugeklappt. Über die Unterschiede zwischen Muffins und Cupcakes, wie man sie mir erklärt hat, muss ich wohl noch mal schreiben.

Buch

Eines jedoch war wie gemacht für mich und das Tortenprojekt. Fast jede Seite sah aus wie ein Gewinner. Ich rede von “Süße Sünden”, dem Backbuch der Londoner Hummingbirg Bakery. So toll. Alles klingt und sieht lecker aus. Rein vom Inhalt würde ich sagen, hat es tolle Chancen das zweite Superbackbuch zu werden. Vorausgesetzt, die Backwerke schmecken dann nachher auch so toll.

Rezept

Ich hatte Doreen ja direkt beim ersten Gespräch einen Cupcake-Turm vorgeschlagen. Nachdem sie jetzt Bilder davon gesehen hat, wie das so aussehen kann, ist die Idee wieder auf dem Tisch. Ich denke, so ein Cupcake-Turm hat mehrere Vorteile. Erstens sieht es superhübsch aus, zweitens erspart man sich die Matscherei am Hochzeitkuchen. Matscherei ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es ist doch eine nette Idee, wenn jeder Gast sich einen niedlichen kleinen Cupcake schnappen kann, komplett mit Verzierung und allem drum und dran. Zum Anschneiden gäbe es dann noch einen richtigen, aber eben nicht so großen, Kuchen oben drauf, und den kann man dann auch zu zweit anschneiden. Soweit zumindest die Idee.

Glitzerzucker

Im neuen potenziellen Superbackbuch habe ich dann ein Rezept für Erdbeer-Daiquiri-Cupcakes gefunden, gefolgt von Rezepten für Pina-Colada-Cupcakes, Schoko-Brandy-Cupcakes und Mojito-Cupcakes. Wie großartig ist das denn? Ich stelle mir einen Cupcake-Turm vor, mit ganz vielen kleinen Cocktail-inspirierten Cupcakes, schön bunt und ein bisschen kitschig verziert. Noch eine Sorte Cupcakes ohne Alkohol, oben der Kuchen. Im Übrigen ist das mit dem Alkohol nicht so schlimm, der Rum wird erst aufgekocht und dann teilweise mitgebacken. Keine Ahnung, wie viel wirksamer Alkohol da noch übrig bleibt, man schmeckte auf jeden Fall nichts raus.

Erdbeer

Überrascht war ich von der Art, wie offensichtlich in der Hummingbird Bakery Teig gebacken wird. Alle trockenen Zutaten und die Butter werden zunächst zu einem sehr sandigen “Teig” gerührt, dann werden die flüssigen Zutaten hinzugefügt. Hat exzellent geklappt, der Teig wurde superfluffig. Die Erdbeeren werden laut Rezept unten in die Form gegeben. Das bedeutet natürlich, dass sie dann nachher auch unterdem eigentlichen Muffin kleben, und man das Törtchen auf jeden Fall mit der Gabel essen muss. Außerdem fand ich die Erdbeermenge ein wenig zu gering, ich würde beim nächsten Mal die doppelte Menge machen, davon die Hälfte weiterhin unten in die Form geben und die andere Hälfte unter den Teig rühren. Keine Ahnung, ob das funktioniert, aber einen Versuch ist es wert.

Förmchen

Die größte Kritik kam zum Frosting, vor allem vom Mann, dem das viel zu süß war. Das kann ich auch nachvollziehen, das Frosting ist wirklich sehr, sehr süß. Vielleicht würde ich beim nächsten Mal ein Frischkäsefrosting machen. Den anderen Testessern hat es aber anscheinend sehr gut geschmeckt. Wir sind also auf einem guten Weg. Wie immer: Es bleibt spannend.

Die kleinen Fähnchen hab ich übrigens in einem ersten washi-Tape-Deko-Experiment selbstgebastelt. Das geht wunderbar einfach und sieht sehr hübsch aus. Überhaupt washi-Tape. Wieder so eine neue Droge. Schlimm.

Cupcakes

Erdbeer-Daiquiri-Cupcakes

(Das Rezept war für 24 bis 30 Mini-Cupcakes, in Ermangelung einer solchen Form hab ich einfach 12 normal große gemacht, hat auch gepasst. Für Mini-Cupcakes die Backzeit auf 12 - 15 Minuten reduzieren.)

Für den Teig:
100 ml weißer Rum
150 g Erdbeeren
170 g Zucker
40 g weiche Butter
120 g Mehl
1 1/2 Tl Backpulver
1/2 Tl Vanillezucker
eine Prise Salz
1 Ei
120 ml Vollmilch

Für das Frosting:
250 g Puderzucker
1/2 Tl abgeriebene Schale von einer Bio-Limette
80 g weiche Butter
4 El Vollmilch

1. Backofen auf 150°C (Umluft) vorheizen. Rum mit 30 g Zucker aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Weiter köcheln lassen, bis die Flüssigkeit um die Hälfte reduziert ist. Vom Herd nehmen, leicht abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Erdbeeren in kleine Stücke schneiden. Erdbeeren zur Rummischung geben und 30 bis 40 Minuten darin ziehen lassen.

2. Für den Teig den restlichen Zucker, Vanillezucker, Salz, Butter, Mehl und Backpulver mit dem Handrührgerät zu einem sandigen Teig (es sieht wirklich nachher aus wie Sand) verrühren. Milch und Ei verquirlen, dann langsam unter Rühren zu der Teigmischung geben und schnell zu einem glatten Teig verrühren. (Ich habe das Ei erst schön schaumig geschlagen, und dann die Milch untergerührt, in der Hoffnung, auf diesem Wege zur Fluffigkeit des Teiges beisteuern zu können.)

3. Erdbeeren durch ein Sieb gießen, dabei die Flüssigkeit auffangen. Gut abtropfen lassen und die Erdbeeren auf die Muffinförmchen verteilen. Danach den Teig auf die Förmchen verteilen, die Förmchen sollten dabei zu ca. 2/3 mit Teig gefüllt sein.

4. Cupcakes im Ofen ca. 18 bis 20 Minuten goldbraun backen. Sobald sie fertig sind aus dem Ofen nehmen und noch warm mit jeweils 1 Tl Rumzuckermischung beträufeln. Aus der Form nehmen und vollständig auskühlen lassen.

5. Für das Frosting Butter, Zucker und Limettenschale mit dem Handrührgerät zu einer sandigen Mischung verrühren (wir kennen das ja schon). 4 El Rumzuckermischung mit 4 El Milch mischen und in einem dünnen Strahl zu der Frostingmischung geben und einige Minuten bei hoher Geschwindigkeit zu einer schaumigen luftigen Masse rühren.

6. Das Frosting auf die Muffins streichen, nach Herzenslust verzieren und mit einem Lächeln servieren.

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Hochzeitstortenchallenge Torte 2: Schwedische Mandeltorte

Mandeltorte

Zugegebenermaßen war das zweite Tortenexperiment ein bisschen geschummelt. Aber ich liebe die von IKEA und aus dem Gefrierschrank allseits bekannte Schwedische Mandeltorte so sehr, dass ich nicht lange warten konnte, um selber eine zu backen. In der aktuellen Ausgabe der Lecker (Mai 2012) war nämlich ein Rezept von Jeanny von Zucker, Zimt & Liebe für eben solch eine. Und immerhin, es heißt ja Schwedische MandelTORTE, also zählt es irgendwie. Keine Backerfahrung ist umsonst.

Lecker

Der Teig ist im Prinzip so eine Art gestrecktes Baiser, und besteht lediglich aus Eischnee, Zucker und gemahlenen Mandeln. Wenn man alles richtig macht wird er schön leicht und ein bisschen fluffig. In meinem Fall wollte der zweite Boden, also der für obendrauf, nicht ganz so, wie ich wollte und riss beim Draufhieven an einer Stelle auseinander (unten abgebildet). PANIK! BACKPANIK! Gott sei Dank konnte man den Riss, der in meinen persönlichen perfektionsorientierten Tortenbäckeraugen aber mindestens mit der San-Andreas-Spalte vergleichbar war, mit der Buttercreme schön verdecken und nachher hat keiner was gemerkt, noch nicht mal ich.

PANIK!

Überhaupt die Buttercreme. Die besteht aus Sahne, Zucker, einer Menge Eigelb und Butter. Die Butter muss man schön lange mit dem Handrührer schaumig schlagen. Und mit schön lange meine ich sehr, sehr lange. Unglaublich lange. Bis einem der Arm weh tut. Dann ist sie aber auch wirklich schön schaumig. In der Buttercreme sind also geschätzt alle Kalorien vonne Welt. Deswegen schmeckt sie ja so unglaublich gut, man weiß ja, vun nix kütt nix.

Eier

Eigelb

Creme

Das größte Problem hatte ich eigentlich dabei, die Creme auf dem Tortenrand ordentlich und ausreichend zu verstreichen. Dafür braucht’s Geduld und die richtige Taktik, die ich aber erst noch finden muss. Jedenfalls hoffe ich, dass es eine richtige Taktik gibt. Es kann nicht sein, dass andere Leute sich dabei genauso dumm anstellen wie ich.

Torte

Insgesamt also ein supereinfaches Rezept mit erstaunlich wenig Zutaten und mit Begeisterungsgarantie. Ob es als Hochzeitstorte taugt, na ja, ich weiß nicht. Die Torte ist recht flach und jetzt optisch so mittelspektakulär. Allerdings könnte man sie natürlich doppelt so hoch bauen und dann statt mit Mandelblättchen mit gezuckerten Beeren und essbaren Blüten verzieren, das könnte ich mir durchaus vorstellen. Schmecken tut sie auf jeden Fall unglaublich gut. Selbst der Mann, der von sich selber behauptet, nicht so der Kuchenliebhaber zu sein, war sehr angetan.

Stück

Schwedische Mandeltorte

8 Eier
400 g Zucker
200 g Schlagsahne
150 g weiche Butter
200 g gemahlene Mandeln (mit Haut)
75 g Mandelblättchen

(Ich hab beim Eischnee-Schlagen immer noch eine Prise Salz zum Eiweiß gegeben. Warum, weiß ich auch nicht so genau, ich dachte, das sollte so.)

1. Backofen auf 175°C vorheizen. Eine (wer hat, auch zwei davon) Springform mit Backpapier auslegen. Die Eier trennen, dabei jeweils 4 Eiweiß in getrennte Schüsseln geben und kalt stellen.

2. Sahne mit 200 g Zucker erhitzen und aufkochen, dann vom Herd nehmen. 1/3 der Sahne mit dem Eigelb schnell und kräftig mit einem Schneebesen aufschlagen, dann mit der restlichen Sahne mischen. Auf dem Herd noch mal ungefähr 5 Minuten erhitzen (nicht kochen lassen!), bis die Mischung eine dickcremige Konsistenz erhält.

3. Die Creme sofort direkt auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken und kalt stellen.

4. Eine Portion Eiweiß steif schlagen, dabei 100 g Zucker einrieseln lassen. Wenn der Eischnee schön steif geschlagen ist, 100 g Mandeln unterheben. Die Eiweiß-Mandel-Mischung in die Springform geben und glatt verstreichen. Dann für 15 bis 20 Minuten in den Ofen damit.

5. Den fertig gebackenen Boden aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer vom Rand lösen, aus der Form nehmen und auskühlen lassen. Damit hätten wir dann schon mal den ersten Boden und den zweiten machen und backen wir genauso.

6. Butter sehr, sehr lange (8 bis 10 Minuten, gefühlt eher so eine halbe Stunde) mit dem Handrührgerät cremig schlagen. Die Eigelb-Sahne-Mischung esslöffelweise darunterschlagen.

7. Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Vorsichtig, die werden schnell schwarz, also immer gut aufpassen. Etwa 1/3 der Buttercreme auf dem ersten Boden gut verstreichen. Den zweiten Boden draufsetzen und die Torte mit dem Rest der Creme bestreichen. Mandelblättchen auf der Torte verstreuen. Die Torte zum Festwerden in den kalt stellen.

8. Nach ausreichend Festwerdzeit aus dem Kühlschrank befreien, in Stücke schneiden, genießen. Lecker.

Mandelblättchen

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Hochzeitstortenchallenge Torte 1: Himbeer-Baiser-Torte

Torte

Ich präsentiere die erste Torte, die ich für die Hochzeitstortenchallenge gebacken habe. Ich wollte eigentlich das Tortenkapitel aus dem Superbackbuch (s.u.) der Reihe nach durchbacken, aber dafür fehlten mir dann gleich die Springformen in der richtigen Größe (ich hab nur 26 cm, das erste Rezept bestand auf 22 cm) und Tortenringe besitze ich auch noch keine (muss wohl aber demnächst angeschafft werden).

Also habe ich ein bisschen vorgeblättert, und eine Torte gewählt, für die man zwar eigentlich zwei Springformen brauchte, aber wenigstens in der richtigen Größe. Außerdem muss man auch nichts durchschneiden oder anderweitige Spirenzchen. Für den Anfang fand ich das ganz angenehm. Zwei Böden, dazwischen Frischkäse-Mascarpone-Creme mit Himbeeren. Im Originalrezept sind es Brombeeren, die gab es aber bei Edeka nicht.

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Himbeeren

Zweiter Boden

Auch wenn ich ein bisschen mit der geringen Menge des Rührteigs zu kämpfen hatte (da muss man wirklich gut verstreichen), war ich doch angenehm überrascht von dem ersten Tortenabenteuer. Ja, es ist anders als Kuchen, man muss ein bisschen genauer arbeiten und mehr verschiedene Einzelteile zusammenrühren und nachher zusammenbasteln, aber das Ergebnis war sehr zufriedenstellend und als ich den Deckel auf die Torte hievte, war ich doch ein bisschen stolz, dass alles so gut geklappt hatte.

Kann man als Hochzeitstorte leider nicht so wirklich nehmen, aber darum ging’s ja auch noch nicht. Als nächstes muss ich dann wohl Tortenringe besorgen und Springformen in diversen Größen. Und Biskuitteig lernen. Oh je.

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Himbeer-Baiser-Torte (frei nach Annik Wecker aus dem Superbackbuch “Anniks göttliche Kuchen”)

Für den Rührteig
140 g weiche Butter
150 g Zucker
4 Eigelbe
abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Limette
140 g Mehl
3 gestrichene Tl Backpulver
80 g gemahlene Mandeln
120 g Sauerrahm

Fürs Baiser
4 Eiweiß
200 g Zucker
1/2 Tl Weinstein (oder Backpulver)
1 Prise Salz
30 g Mandelblättchen

Für die Füllung
300 g Himbeeren, frisch oder tiefgekühlt
130 g Doppelrahmfrischkäse
160 g Mascarpone
200 g Sahne
50 g Zucker
2 El Limettensaft
2 El Cassis

1. Den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Für den Rührteig Butter und Zucker schaumig rühren, dann die Eigelbe einzeln unterrühren und die Limettenschale dazugeben.

2. Mehl und Backpulver sieben und mit den Mandeln mischen. (Ich habe die Mandeln auch gesiebt, wenn schon, denn schon, da bleibt aber dann auch relativ viel im Sieb zurück.) Mehlmischung und Sauerrahm abwechselnd unterrühren.

3. Den Teig entweder auf zwei Springformen verteilen (Vorsicht, ist nicht allzuviel Teig), oder – wenn man wie ich nicht so prächtig mit Springformen ausgestattet ist – die Hälfte des Teigs auf eine gebutterte Springform verteilen.

4. Fürs Baiser Zucker und Weinstein (bzw. Backpulver, wenn man wie ich zwar immerhin noch Natron und Cream of Tartar, aber nun wirklich keinen Weinstein im Haus hat) mischen. Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen, dabei den Zucker langsam einrieseln lassen und solange weiterschlagen, bis der Eischnee schön steif ist.

5. Bei der Variante mit zwei Springformen kann man den Eischnee jetzt schön auf dem Teig verteilen, dabei auf einen der Böden Mandelblättchen streuen. Bei der traurigen Variante mit nur einer Springform erstmal die Hälfte des Eischnees auf dem Teig verteilen, die Mandelblättchen kommen dann später.

6. Tortenböden ca. 30 Minuten backen. Bei einem Umluftofen und der Luxusvariante mit zwei Formen gerne auch gleichzeitig (nach der Hälfte der Zeit die Schnienen wechseln), bei der traurigen Version mit ohne Umluft oder nur einer Springform bitte nacheinander. Nach Ende der Backzeit aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer vorsichtig vom Rand ablösen und auskühlen lassen.

6b. Bei der traurigen Variante den abgekühlten Boden aus der Springform lösen (kann schon mal auf den Tortenständer), und die andere Hälfte des Teiges und anschließend des Baisers in die (neu gebutterte) Springform geben. Jetzt auch die Mandelblättchen drauf verteilen und nochmal für 30 Minuten in den Ofen.

7. Für die Füllung Himbeeren auftauen und abtropfen oder verlesen. Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, Frischkäse und Mascarpone in einer Schüssel verrühren und die Sahne mit dem Zucker in einer anderen Schüssel steif schlagen.

8. Limettensaft und Cassis in einem Topf erwärmen (nicht kochen) und die eingeweichte und ausgedrückte Gelatine darin auflösen, danach zügig unter die Frischkäsecreme rühren. Anschließend die Sahne unterrühren.

9. Auf den ersten Boden die Hälfte der Frischkäsecreme streichen. Darauf dann die Himbeeren verteilen und anschließend mit der anderen Hälfte der Creme bedecken. Darauf den zweiten Boden (den mit den Mandelblättchen) hieven und ein bisschen andrücken. Gut ausgestattete Leute mit großem und/oder leerem Kühlschrank lassen die Torte dann mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden. Leute wie ich mit nicht so großem und/oder vollem Kühlschrank freuen sich, dass die Küche nach Norden rausgeht und hoffen, dass das auch so klappt. (Spoiler: Tut es.)

Zusammengefasst: Viele Teile, langes Rezept, aber eigentlich nicht schwer, und sehr dankbar, denn der Kuchen sieht nachher sehr toll aus und schmeckt auch sehr gut, sogar Leuten, die von sich selbst sagen, dass Baiser eigentlich nicht so ihr Ding ist.

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