{"id":811,"date":"2012-08-19T16:46:14","date_gmt":"2012-08-19T16:46:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.anneschuessler.com\/?p=811"},"modified":"2012-08-19T16:58:28","modified_gmt":"2012-08-19T16:58:28","slug":"communal-meals-und-springbokkies-shaka-zulu-in-koln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/?p=811","title":{"rendered":"Communal Meals und Springbokkies: Shaka Zulu in K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"draussen\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0093_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Als wir aus K\u00f6ln (bzw. aus Opladen) wegzogen, hatte das mit unseren Gourmetausfl\u00fcgen gerade erst angefangen, insofern bin ich trotz der vielen Jahre, die ich in und bei K\u00f6ln gewohnt habe, ein bisschen unerfahren, was die Gastronomie dort so zu bieten hat. Au\u00dferdem \u00e4ndert sich bei einer Stadt wie K\u00f6ln ja auch laufend irgendwas, Altes macht zu, Neues auf und eh man sich&#8217;s versieht, wei\u00df man gar nichts mehr.<\/p>\n<p>F\u00fcr unseren Ausflug nach K\u00f6ln sollte es aber dann schon was Nettes sein, also besorgte ich mir Freitag noch schnell einen <a href=\"http:\/\/www.stadtrevue.de\/einzelbestellung\/hefte\/2\/\">Gastroguide f\u00fcr K\u00f6ln<\/a> und bl\u00e4tterte schon in der U-Bahn gespannt rum. Tats\u00e4chlich war die Entscheidung dann recht schnell getroffen. Das <a href=\"http:\/\/shakazulu-restaurant.de\/\">Shaka Zulu im Belgischen Viertel<\/a> sollte es sein. Schlie\u00dflich waren wir mit zwei S\u00fcdafrikanern auf Touritour in K\u00f6ln und wir fanden, es w\u00e4re mal Zeit, ein bisschen was S\u00fcdafrika-Feeling aufkommen zu lassen und nicht immer anderen was zu zeigen, sondern auch selbst mal was gezeigt zu bekommen.<\/p>\n<p>\u00dcber die <a href=\"http:\/\/shakazulu-restaurant.de\/reservierung\/\">Online-Reservierung<\/a> lief nix mehr am Samstag, aber ein Anruf im Shaka Zulu gen\u00fcgte, um doch noch einen Tisch f\u00fcr f\u00fcnf Mann zu reservieren. Und nach einer ausgiebigen Tour durch K\u00f6ln mit viel Gucken, Fahren, Laufen, Klettern und ein bisschen Shoppen, kamen wir dann um kurz vor sechs an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Ventilator\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0083_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr uns war ein gem\u00fctlicher&nbsp;Tisch&nbsp;ganz hinten freigehalten worden, und dann war es erst mal Zeit, die Speisekarte zu studieren. Das l\u00f6ste schon kleine Begeisterungsst\u00fcrme aus, anscheinend gab es&nbsp;bei den Gerichten und Getr\u00e4nken einiges, was eben typisch s\u00fcdafrikanisch ist. Wir kannten uns ja nicht die Bohne aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Tiere\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0048_small.jpg\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Teller\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0080_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Im Shaka Zulu gibt es Communal Meals, ein bisschen vergleichbar mit Tapas. Insgesamt standen sieben Gerichte zur Auswahl, aus denen man sich entweder drei oder vier als Men\u00fc aussuchen kann oder man nimmt einfach alle sieben mit zwei Beilagen (Reis und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mealie_Pap\">Pap<\/a>) und Dessert. F\u00fcr f\u00fcnf Leute, so wurde uns erkl\u00e4rt, w\u00fcrde es dann auch reichen, einfach drei oder vier Mal das Gesamtpaket zu nehmen, und wenn wir dann doch noch Hunger h\u00e4tten, dann k\u00f6nnte man eben noch nachbestellen.<\/p>\n<p>So haben wir das dann auch gemacht. Drei Mal das Komplettmen\u00fc, zum Aperitif s\u00fcdafrikanischen Sekt mit Granatapfel und dann gespannt abwarten, was so kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Aperitif\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0055_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die Deko, so bekamen wir versichert, sei auch sehr typisch s\u00fcdafrikanisch, alles aus M\u00fcll irgendwie h\u00fcbsch zusammengebastelt, die Teelichthalter z.B. aus Kronkorken, die Spiegel an der Wand mit Vuvuzelas verziert, an den W\u00e4nden Tierkopflampen aus Glitzerperlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Kronkorken\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0051_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mit Brot und einem Zwiebeldipp vorneweg kamen auch die herrlich bunten Teller auf den Tisch und wir konnten loslegen. Zun\u00e4chst also den Zwiebeldipp testen, aus einer Art Frischk\u00e4se oder Joghurt, auf jeden Fall lecker.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Zwiebeldipp\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0057_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes kamen Samoosas mit Hackfleischf\u00fcllung, Hackfleischb\u00e4llchen mit Burenwurstgew\u00fcrz und Weizengr\u00fctzsalat, lauwarmer S\u00fc\u00dfkartoffelsalat mit <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biltong\">Biltong<\/a> (s\u00fcdafrikanische Trockenfleischscheiben) und Maniokkroketten mit einem scharfen Dipp. Das alles wurde in ebenso h\u00fcbsch bunten Sch\u00fcsseln serviert, es wurde rumgereicht, von allem probiert und alles f\u00fcr a) lecker und b) authentisch befunden. Puh. Stein vom Herz geplumpst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Erste Runde\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0066_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Ich hatte aber eigentlich damit gerechnet, dass wir nicht entt\u00e4uscht werden w\u00fcrden, schlie\u00dflich ist der Chef des Ladens S\u00fcdafrikaner, sollte sich also auch ausreichend auskennen.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes kam dann ein angolanischer Fischeintopf, ein Bohnentopf mit Kochbananen und malawisches H\u00fchnchen mit Tomaten und eingelegten Zitronen. Dazu dann auch die Beilagen, Reis und Pap. Pap ist dabei am ehesten mit Polenta zu vergleichen, wird &ndash;&nbsp;nach allem, was ich verstanden habe &ndash;&nbsp;auch aus Maismehl zubereitet und in S\u00fcdafrika anscheinend zu fast jedem Anlass gegessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Pap\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0077_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die Beilagen, so erfuhren wir, werden immer erst zur zweiten Runde gereicht, damit die G\u00e4ste sich nicht schon mit der ersten Runde hoffnungslos \u00fcberfressen und dann zur zweiten Runde keinen Hunger mehr haben. Auch so waren bei uns bei der zweiten Runde nicht alle Sch\u00fcsselchen leer, es war also ausreichend f\u00fcr alle. Erstaunlicherweise war hier der Fischeintopf mein Favorit, w\u00e4hrend der Mann sich ein bisschen in das H\u00e4hnchen verliebt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Fischeintopf\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0076_small.jpg\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Bohnen\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0075_small.jpg\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"H\u00fchnchen\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0074_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Auch der Cocktail, den ich noch bestellte, war lecker frisch und fruchtig und nicht so ganz ohne. Die M\u00e4nner hielten sich statt dessen an Heineken vom Fass. Es gibt auch s\u00fcdafrikanisches Bier und Cider, allerdings nur aus der Flasche. Bei weniger hei\u00dfen Temperaturen lohnt sich sicherlich auch ein Blick auf die Weinkarte, die von s\u00fcdafrikanischen Weinen (wei\u00df, rot und ros\u00e9) dominiert wird, die zumindest von den Beschreibungen auch durchaus probierenswert klingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Cocktail\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0071_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Als Nachtisch gab es Sherry Trifle, der eifrig gel\u00f6ffelt und ebenfalls f\u00fcr sehr lecker befunden wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Trifle\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0082_small.jpg\" \/><\/p>\n<p>Und dann gab&#8217;s noch ein Highlight: <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Springbokkie\">Springbokkies<\/a>! Springbokkies sind Shots aus Minzlik\u00f6r und Amarula und vor allem eins: Gro\u00dfartig! So gro\u00dfartig, dass wir das schnellstm\u00f6glich zu Hause nachmachen m\u00fcssen. Zwischen der ersten und der zweiten Runde Springbokkies kam die Rechnung ganz stilecht in selbstgebastelten Sch\u00e4chtelchen und nach der zweiten Runde Springbokkies machten wir uns dann satt, zufrieden und mit vielen neuen Eindr\u00fccken auf zum Bahnhof.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Springbokkie\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0089_small.jpg\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Springbokkie II\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0090_small.jpg\" \/><\/p>\n<p><em>Springbokkie mit Namenspaten<\/em><\/p>\n<p>Das Shaka Zulu kann ich nur uneingeschr\u00e4nkt empfehlen. Das Essen war super, der Service unheimlich nett, die Atmosph\u00e4re sch\u00f6n entspannt und authentisch ohne dabei zu aufdringlich oder k\u00fcnstlich&nbsp;zu sein. Im Sommer gibt es \u00fcbrigens auch ein paar&nbsp;wenige Pl\u00e4tze drau\u00dfen.&nbsp;Und auch, wenn wir uns nur gelegentlich in K\u00f6ln rumtreiben, hier waren wir sicherlich nicht zum letzten Mal.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" border=\"0\" alt=\"Bar\" src=\"https:\/\/blog.anneschuessler.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/DSC_0091_small.jpg\" \/><\/p>\n<p><em>Shaka Zulu<br \/>Limburger Stra\u00dfe 29<br \/>50672 K\u00f6ln<br \/>Telefon: 0221\/16 86 28 14<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/shakazulu-restaurant.de\/\">http:\/\/shakazulu-restaurant.de<\/a><\/p>\n<p>\u00d6ffnungszeiten: Mo.&nbsp;&#8211;&nbsp;So. ab 17 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir aus K\u00f6ln (bzw. aus Opladen) wegzogen, hatte das mit unseren Gourmetausfl\u00fcgen gerade erst angefangen, insofern bin ich trotz der vielen Jahre, die ich in und bei K\u00f6ln gewohnt habe, ein bisschen unerfahren, was die Gastronomie dort so zu bieten hat. 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