Month: December 2011

Weihnachtsgans reloaded bei Schnitzlers

Schnitzlers

Gänseessen, die zweite. Diesmal mit Freunden bei Schnitzlers in Essen-Byfang, quasi ein Jahresabschiedsgeschenk an uns selber, kurz bevor es über Weihnachten und Neujahr nach Edinburgh (juchu!) geht.

Die ganze Gans kommt hier im Rahmen eines Vier-Gänge-Menüs daher und wie das so im Einzelnen aussieht, sieht man gleich.

Zunächst mal gab es ein bisschen Brot vorweg. Leider hab ich die Erklärung zum Dip verpasst, kann also nur raten. Normalerweise gibt es bei Schnitzlers immer eine leckere Quark- oder Joghurtvariation, diesmal war es wohl eher aufgepeppter Schmalz – sehr passend also.

Brot mit Schmalz

Als Vorspeise gab es dann Rotkrautsuppe mit Gänseklein, sehr fein abgeschmeckt, also quasi eine schöne, unaufdringliche Einstimmung.

Rotkrautsuppe mit Gänseklein

Danach kam auch schon die Gans. Beziehungsweise: DIE GANS! Von Peter Schnitzler an den Tisch gebracht und schön vor unseren Augen tranchiert und mit Rotkohl und Kartoffelklößen angerichtet. Rotkohl und Sauce gab es dann noch zum Nachnehmen an den Tisch, wobei die Aussicht auf einen ebenso üppigen zweiten Hauptgang da ein bisschen hemmend wirkte.

Fast schade, weil der Rotkohl sehr frisch, lecker und ganz fein gewürzt war und die Klöße noch mit leckeren Butterbröseln serviert wurden.

Ganze GansGanze GansMehr Gans

Das Gesamtkunstwerk des ersten Ganges sah dann so aus. Hier bekamen die Mädels die Brust und die Jungs die Schenkel, bzw. Flügel (detektivisch begabte Menschen werden also knallhart schlussfolgern, dass der abgebildete Teller dann wohl gar nicht meiner war).

Gans mit Rotkohl und Klößen

Für die zweite Runde wurde die andere Hälfte der Gans (diesmal Schenkel und Flügel für die Mädels und die Brust für die Jungs) mit Rosenkohl, Schupfnudeln und… wait for it… Brombeersauce serviert.

Der Rosenkohl war lediglich gedünstet und in Olivenöl geschwenkt, was tatsächlich zur Folge hatte, dass ich ZUM ERSTEN MAL IM LEBEN ROSENKOHL GEGESSEN HABE! Es wird wohl nie mein Lieblingsgemüse werden, aber in dieser Variation fehlte zumindest der bittere Geschmack, mit dem ich bei so einigen Dingen (Kaffee, Chicoree,…) so meine Probleme habe. Der Mann hingegen beschwerte sich ein bisschen, weil er das Bittersüße des Rosenkohls vermisste, hat aber trotzdem alle seine Köhlchen verputzt.

Highlight an diesem Gang war für mich eindeutig die Brombeersauce, und das kann ich vielleicht auch einfach ohne nähere Erklärung so stehenlassen, denn, bitte… Brombeersauce! Muss ich da noch viel erzählen?

Zweite RundeGans mit Brombeersauce, Rosenkohl und Schupfnudeln

Nachdem der zweite Gang so gut wie möglich verputzt wurde (dank deutlich vollen Bäuchen gab’s auch noch zwei Styroporschachteln mit einer Portion zum mit nach Hause nehmen), kam das dankbarerweise etwas leichtere Dessert: Apfelcrumble mit Vanilleeis.

Der schlichte Nachtisch passte einwandfrei und verschwand überraschend zügig von den Tellern, wenn man bedenkt, wie wir kurz zuvor noch mit dem zweiten Gang kämpfen mussten.

Apfelcrumble mit Vanilleeis

An dieser Stelle war dann zwar das offizielle Menü vorbei, aber der Abend noch lange nicht. Die Herren gönnten sich noch eine Zigarre, und erst nach ein paar Stunden ging unser Abend dann mit Zigarre, Rotwein und Nüsschen zu Ende. Ein gelungener Jahresabschluss also.

Die nächsten kulinarischen Abenteuer kommen dann wohl aus Schottland. Ihr könnt euch also schon mal mental auf Fish & Chips, Haggis und Whisky vorbereiten.

Danke an Peter und Jeannette Schnitzler für einen wunderbaren Abend, wie ja eigentlich immer, wenn wir da sind. Man kann hoffentlich sehen, dass ich zufrieden war.

Ich so: Alles gut

Das Gänsemenü kostet 36,50 Euro pro Person und geht auf Vorbestellung. Wie lange das Menü in dieser Zusammenstellung noch im Angebot ist, weiß ich nicht, also einfach anrufen und nachfragen, es lohnt sich allemal.

Schnitzlers
Nöckersberg 65 
45257 Essen
Telefon: 0201 – 84 81 40

http://www.schnitzlers-restaurant.de/

Öffnungszeiten: Mi. – Sa.: 18:00 – 22:00, So.: 12:00 – 21:00

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Gänseessen im fachwerk in Hattingen

Die Gans

Wie ja bereits im Oktober angekündigt, hatten wir für den Schwiegerelternbesuch dieses Wochenende einen Tisch im fachwerk in Hattingen reserviert. Als wir am Morgen noch mal auf der Webseite die Speisekarte beguckten, fiel ein ganz besonderes Angebot ins Auge: Ganze Gans für 4 Personen am Tisch tranchiert. Nur auf Vorbestellung, aber man kann ja Glück haben. Also direkt mal angerufen und… Ja! Wir hatten Glück!

Um kurz vor 18 Uhr kamen wir an, wurden auch gleich an den Tisch geführt. Da das Hauptgericht ja schon feststand, und versprach, ausreichend sättigend zu sein, ging es lediglich um die Frage, Vorspeise oder nicht, und wenn ja, welche.

Ich hatte mir zu Hause schon den Rindertee mit viel Einlage rausgeguckt und als hier gleich der Hinweis kam, vom Rindertee wäre noch eine Portion da, hab ich gleich zugeschlagen. Der Rindertee, eine herzhafte Rinderbrühe, kommt mit sehr viel Einlage, Rindfleischscheiben, Spätzle, Möhren und vielen Kräuter und ist genauso lecker, wie’s klingt, nämlich sehr.

Rindertee mit Einlage

Danach wurde ein Zusatztisch neben unseren gestellt und auf einem großen Brett wurde die Gans gebracht und am Tisch tranchiert. Dabei konnte man fast hören, wie die Haut unter dem Messer zerkrachte. Als Beilagen wurde dann folgendes an den Tisch gebracht: Kartoffel- und Semmelknödel, Rotkohl, Bratapfelchutney, glasierte Maronen und Bratensauce, außerdem eine Flasche spanischer Rotwein.

KnödelRotkohl
BratapfelchutneyGlasierte Maronen

Die Gans und sämtliche Beilagen waren sehr, sehr lecker und genau richtig portioniert. Dass hinterher etwas übrig blieb, lag eher daran, dass wir alle eher moderate Esser waren. Bei etwas mehr Hunger wäre da wahrscheinlich auch noch der letzte Knödel und der Rest Rotkohl verputzt worden.

Am besten gefallen hat mir fast das Chutney, trotz der Rosinen, die ich rauspicken musste. Maronen sind natürlich immer gut und überhaupt gab es nichts auszusetzen.

Die Frage nach dem Dessert stellte sich insofern nicht, als dass auf der Karte “Ofenschlupfer mit Bratapfeleis und Zimtschaum” stand und auch noch dringend ausprobiert werden wollte. Für die Schwiegermutter gab es rote Grütze mit Vanilleeis und wurde auch direkt für gut befunden (“Da sind auch Heidelbeeren drin!”)

Rote GrützeOfenschlupfer mit Bratapfelsorbet

Was genau Ofenschlupfer sind, weiß ich immer noch nicht. Leider sind auch Rosinen drin, aber von etwas Rauspiddelei abgesehen, war’s sehr lecker. Wobei ich vor allem die Dekorationskirschen extrem lecker fand, die schmeckten, als wären sie in irgendwas eingekocht worden, das ich aber leider aber nicht näher identifizieren konnte. War dann aber auch nicht so wichtig, Hauptsache lecker.

Die ganze Gans gibt’s auf Vorbestellung inklusive der oben genannten Beilagen und einer Flasche Wein für 99 Euro (allerdings vermutlich nicht mehr so lange, schließlich ist schon bald Weihnachten). Danach ist man satt.

Und was die Kritikpunkte vom letzten Mal angeht. Die Servietten waren zwar immer noch aus Papier, aber deutlich schöner und dem Rest der Einrichtung bzw. Dekoration vollkommen angemessen. Und was die Portionsgrößen angeht, ist das natürlich ein bisschen schwieriger zu beurteilen, wenn man sich direkt auf eine ganze Gans stürzt, aber mit allem drum und dran kamen wir nicht in die etwas traurige Situation, einen gefühlt nur halb geleerten Teller zurückgeben zu lassen, obwohl es durchaus lecker war. Also auch hier: Daumen hoch und danke für einen sehr netten Abend.

fachwerk
Untermarkt 10
45525 Hattingen
http://www.fachwerk-hattingen.de/

Telefon: 02324/6852770

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Weihnachtsmarkt auf Schloss Hugenpoet

Weihnachtsmarkt

Gestern waren wir noch für ein Stündchen auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Hugenpoet in Essen-Kettwig. Nachdem wir das großes Parkplatz-Chaos überstanden hatten und knappe 500 Meter auf einem unbeleuchteten Seitenstreifen zum Schloss gewandert waren – immerhin schon schön mit Ausblick auf das beleuchtete Schloss – konnten wir uns auf dem Markt tummeln. Mit sechs Euro Eintritt hatte man einen Gutschein für ein Heißgetränk.

WeihnachtsmarktSchloss Hugenpoet

Das war unser erster Besuch auf Schloss Hugenpoet und verdammt noch mal, ich hätt’s mir ja denken können, aber es ist tatsächlich ein richtiges Schloss. Und das macht diesen Weihnachtsmarkt, der zwar ein bisschen ausgesuchterer Stände hat, ansonsten aber tatsächlich nichts anderes als ein traditionaller Weihnachtsmarkt ist, doch deutlich besonders.

SterneWeihnachtsmarktKarussell

Auf der Brücke über dem Burggraben stehen mit Fackelbeleuchtung und danach einen Eierpunsch mit Reibekuchen mit hausgeräuchertem Lachs aus der Schlossküche verputzen. Außerdem an den Ständen Trüffelbutter, Salami und Leberwurst probieren, alles lecker.

SchlossbrückeLeckeresHeißgetränke

Der Ausflug hat sich sicher gelohnt und nächstes Jahr werden wir sicher auch dabei sein, wenn der Weihnachtsmarkt für ein Wochenende aufgebaut wird.

Schloss Hugenpoet

Schloss Hugenpoet
August-Thyssen-Straße 51
45219 Essen

http://www.hugenpoet.de

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Lieblingsrestaurant: Chili House in Essen

Chili Huhn

Das Chili House auf der Rü gehört vielleicht schon nicht mehr zu den Geheimtipps, verdient aber trotzdem eine besondere Erwähnung und gehört auf jeden Fall zur Kategorie “Lieblingsrestaurant”. Erstens, weil es so nett ist, zweitens, weil es so lecker ist, drittens, weil es trotzdem so unprätentiös daherkommt und viertens, weil es auch noch in der Nähe ist. Na ja gut, letzteres ist eher ein angenehmer Bonus, aber es ist halt so schön praktisch.

Offene Küche

Das Chili House bietet die so genannten Asian Fusion Küche, was mehr oder weniger bedeutet, es ist halt kein Japaner, oder ein Thailänder oder Koreaner, sondern irgendwas von allem und irgendwas dazwischen. Prinzipiell würde mir sowas ja Angst machen, da bin ich ein bisschen Purist und finde es beruhigender, wenn ein Restaurant sich auf eine bestimmte Küche spezialisiert. Beim Chili House funktioniert es aber, das liegt vielleicht auch daran, dass man es nicht übertreibt. Sushi zum Beispiel sucht man vergeblich, dafür gibt es allerdings Miso-Suppe und Spießchen vom Grill.

Kroepoek

Zunächst einmal gibt es immer ein Portion sehr leckeres Kroepoek. Das kommt hier nicht weiß und tendenziell pappig daher, sondern ist schön goldbraun mit eingebackenen Chilistückchen. Für mich das beste Kroepoek, das ich (bislang) bekommen habe und auf das ich mich dann auch bei jedem Besuch ein bisschen freue.

Standardmäßig nehme ich zur Vorspeise Tom Kha Gai, einfach, weil ich diese Suppe so liebe und sie im Chili House auch wirklich lecker ist. Serviert wird sie in hübschen mintgrünen Schälchen mit Deckel, darin dann die heiße Suppe mit Tomaten, Champignons, Hühnchen, Chili und mehr.

Tom Ga Gai

Danach bin ich leider immer schon ein bisschen vollgefuttert, aber es ist äußerst schwer, auf meine geliebte Tom Kha Gai zu verzichten, wenn ich denn schon mal im Chili House bin (bzw. überhaupt irgendwo, Tom Kha Gai FTW!).

Im Prinzip haben wir uns zu zweit (und gelegentlich noch mit Begleitung) im Chili House schon durch die halbe Speisekarte gefuttert. Generell kann man sagen, dass die Gerichte im Chili House ohne viel Chichi und unnötigem Trara auf den Tisch kommen. Die Udon-Suppen sind lecker, durchaus sättigend, allerdings schwankt die Qualität wohl ein bisschen tagesabhängig. Die Gyoza-Taschen mit Ente sind wunderbar würzig, die Reis- und Nudelpfannen sind oft sehr einfach, aber lecker.

Favorit bleiben ein bisschen die (Thai-orientierten?) Fleisch-und-Gemüse, die oft in Tontöpfen und mit Reis serviert werden. Das erste Bild in diesem Beitrag ist das Chili-Huhn mit Gemüse und Erdnüssen, das leicht rauchig schmeckte. Zusätzlich hatten wir “Das gute Huhn vom Thailänder” mit Gemüse in Kokosnusssoße.

Thailänder Huhn

Chili House innen

Auch die Nachtische können sich sehen lassen. Mein Favorit sind ja die “Milkybällchen” mit Erdnussfüllung und Kokosmantel. Furchtbar süß sind die, aber unglaublich lecker. Aber ähnlich lecker (und mal wieder etwas, was ich eher vom Japaner kenne) sind die Reismehlkugeln (daifuku eben) mit Roter-Bohnen-Füllung und – vielleicht nicht ganz stilecht, aber was soll’s – mit Vanilleeis und Sahne angerichtet.

Reisbällchen

Der Service im Chili House ist super nett, die Einrichtung recht zurückgehalten. An so manchem Freitagabend war es schon mal so voll, dass wir auf einen Tisch warten mussten. Reservierung ist vielleicht nicht zwangsweise nötig, wer aber unbedingt sicher gehen will, sollte nicht darauf verzichten. Denn auch wenn das Chili House von außen fast unscheinbar wirkt, scheint sich mittlerweile rumgesprochen zu haben, dass man hier sehr lecker asiatisch essen kann.

Kerzchen

Chili House
Rüttenscheider Straße 49
45128 Essen
Telefon:  0201 -879 19 889

Öffnungszeiten: täglich ab 12 Uhr

http://www.chillihouse-essen.de/

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