Category: Imbiss

Endlich Poutine! Im Frittenwerk in Düsseldorf

Poutine im Frittenwerk Düsseldorf

Seit ich in dieser Episode von My Drunk Kitchen gesehen habe, dass es in Kanada ein Gericht namens Poutine gibt, dass aus Pommes Frites, Bratensoße und Käsestückchen besteht, möchte ich das essen. Das ist im Übrigen schon ein paar Jahre her, ich hätte theoretisch zwei bis drei Mal Urlaub in Kanada machen können, aber dazu ist es nie gekommen. Statt dessen suchte ich immer wieder nach Möglichkeiten, Poutine auch in Deutschland zu finden.

In München bin ich damals gescheitert, in Berlin stand ich vor verschlossenen Türen, weil die dort ansässige Poutinemanufaktur, der Frittiersalon montags geschlossen hatte. Jetzt aber endlich: Poutine gibt es auch in Düsseldorf! Nur 30 Kilometer von Essen, um die Ecke quasi. Ich werde nicht mehr meine Wochenendreisen nach Poutineverfügbarkeit planen müssen.

Als wir sowieso aus anderem Anlass in Düsseldorf sind, kann ich meinen Mann zu einem Ausflug ins Frittenwerk nach Bilk überreden. Nach einer gewohnt katastrophalen, aber immerhin überraschend erfolgreichen Parkplatzsuche finden wir uns im Frittenwerk ein. Hier gibt es im Wesentlichen verschiedene Poutine- und Frittenvariationen, eine Handvoll weiterer Snacks (Frikadellen, Currywurst, usw.), ein paar Salate und das war’s dann auch schon fast. Ich bin so aufgeregt!

Poutine im Frittenwerk Düsseldorf

Natürlich bestelle ich die klassische Poutine, mein Mann nimmt das Frittenwerk Spezial mit Bratwurst und Currysoße. Dazu einmal Cole Slaw, ein Crew Republic für meinen Mann und eine Weinschorle Sechzisch Vierzisch für mich. Wenn schon Hipsteressen, dann richtig. Das Bestellen und Bezahlen geschieht in einem, die Getränke nimmt man sich selber aus dem Kühlschrank und kann dann mit seinem Bon an der nächsten Station das Essen abholen. Das hier ist kein Restaurant für einen gemütlichen Abend, sicher, aber das kann man sich ja schon denken.

Poutine im Frittenwerk Düsseldorf

Klassische Poutine wird mit sogenannten Cheese Curds gemacht, auf deutsch wohl am ehesten mit Käsebruch zu übersetzen, einem Produkt, dass man hierzulande kaum bekommt. Als Alternative wird die Poutine im Frittenwerk mit Mozzarella gemacht, was dem Original wohl recht nahe kommt. Beurteilen können werde ich das erst, wenn ich auch mal eine Variante mit richtige Cheese Curds probiert habe. Auch inwiefern die Bratensoße dem entspricht, was man in Montréal oder Québec bekommen würde, kann ich kaum beurteilen. Auf den Instagrambildern meiner Freundin Winnie, die in Montréal lebt, meine ich immer noch kleine Fleischfasern zu sehen, im Frittenwerk bekommt man wirklich nur Soße.

Poutine im Frittenwerk Düsseldorf

Trotzdem bin ich begeistert. Es ist natürlich kein Gourmetgericht. Im Gegenteil, Poutine spricht quasi sämtliche niederen Fastfood-Instinkte an, die ich aufbringen kann. Es ist salzig und fettig, knusprige Fritten zusammen mit Fäden ziehendem Käse. Man kann dieses Essen nicht schön reden, aber es ist wirklich grandioses Soulfood-Fastfood at its best. Während ich schwelge, ist mein Mann mit seiner Wahl eher mittelzufrieden. Alles nicht schlecht, aber eben auch anderswo besser zu haben. (Nach wie vor ist unser Problem, dass wir eine der besten Currywurstbuden direkt um die Ecke haben und dementsprechend quasi zwangsläufig von jeder Currywurst, die wir anderswo essen, enttäuscht sind.) Ich sage, er hätte eben auch Poutine nehmen sollen und er stimmt zu. Der Cole Slaw ist ebenfalls sehr ordentlich, schön durchgezogen, genauso wie ich es mag.

Poutine im Frittenwerk Düsseldorf

Am Ende nehmen wir noch zwei Flaschen Crew Republic mit nach Hause. Würde ich öfter in Düsseldorf sein, dann sähe man mich im Frittenwerk sicher regelmäßig. Auch der Service war freundlich und hilfsbereit, es gibt also keinen Grund, das Frittenwerk nicht zu empfehlen.

Poutine im Frittenwerk Düsseldorf

Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: In Kürze eröffnet eine zweite Filiale des Frittenwerks in der Ehrenstraße in Köln. Vielleicht gibt es auch für das Ruhrgebiet noch Hoffnung. Es wird, es wird!

Frittenwerk
Friedrichstr. 145
40217 Düsseldorf
Tel: 0211 – 971 74 369
www.frittenwerk.com
info@frittenwerk.de

Öffnungszeiten: Mo. – Sa.: 11:30 Uhr bis 22:00 Uhr, So. und Feiertag geschlossen

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Neu: Albert Heijn to go in Essen

Der Albert Heijn in Essen hat mittlerweile geschlossen. Es gibt noch Filialen in Duisburg und Köln (und vielleicht auch noch anderswo).

Von außen

“Albert Heijn kommt nach Deutschland!” Was hab ich mich gefreut, als ich das vor ein paar Monaten zum ersten Mal hörte. Albert Heijn, die Supermarktkette, für die allein es sich ja schon fast lohnt, in die Niederlande zu fahren. Besonders bin ich in die riesige Auswahl an Fruchtsäften verliebt, aber auch ansonsten könnte ich da stundenlang durch den Markt laufen. Aber hier gibt’s eben keinen Albert Heijn. Bis jetzt jedenfalls. Denn jetzt expandiert die Kette nach Deutschland, erst war Aachen dran und seit dieser Woche gibt es einen kleinen “Albert Heijn to go” in der Essener Innenstadt, vom Hauptbahnhof nur ein paar Schritte die Kettwiger Straße runter.

Hüp hereijn!

Das musste ich natürlicht sofort ausprobieren. Also nutzte ich die Mittagspause im Home Office, um schnell in die Innenstadt zu huschen und die neue Snackoption mal auszutesten.

this way

Die kleine Filiale liegt tatsächlich sehr günstig auf der Kettwiger Straße. Draußen steht ein Mensch, der kleine Sandwichkostproben verteilt. Mich muss man ja gar nicht überzeugen, aber ich nehme trotzdem ein Sandwicheckchen, wenn man es mir schon anbietet. Das ist auf jeden Fall schon mal lecker.

Snacks

Saft

Suppen

Ansonsten bin ich hoffnungslos überfordert. Die Filiale ist zwar klein und sehr auf die “To Go”-Optionen fokussiert, aber das reicht mir schon. Salate, Sandwiches, Fertiggerichte zum Aufwärmen, Müsli, Obst und Rohkost, Säfte, belegte Brote, Tapas, Müsliriegel. Alles sieht gut aus, alles sieht frisch aus, wie soll man sich denn da entscheiden?

Obst

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Was es bei Albert Heijn nicht gibt, sind klassische Lebensmittel, kein Vla, kein Speculoos-Aufstrich, es geht um Snacks, um Fertiggerichte, um alles das, was man morgens auf dem Weg ins Büro, mittags in der Pause oder abends auf dem Weg nach Hause noch schnell kauft, weil man nicht so viel Zeit hat und trotzdem etwas leckeres und frisches essen möchte. Man kann natürlich hin, wenn man Zeit hat. Wenn man ich ist, braucht man diese Zeit auch, um sich zu entscheiden.

Koffie

Fertig

Was eindeutig fehlt sind Körbchen. Ich kann das überhaupt nicht alles halten, und selbst in einem “To Go”-Supermarkt kauft man ja schon mal mehr als zwei Sachen. “Ich hab wohl das To-Go-Konzept nicht so ganz verstanden”, sage ich, als ich meinen Haufen an der Kasse ablade. Für zwei kleine Säfte, einen Salat, eine kleine Snackbox, ein Müsli, einen Brownie und eine Zuckerwaffel bezahle ich 13 Euro, kriege eine hübsche Papiertüte, einen Kaffee aufs Haus und zwei Kekse.

Mit dem Kaffee haste ich dann schnell zur U-Bahn und damit nach Hause zurück, wo ich die Ausbeute begutachte.

Tüte

Noch in der Tüte.

Ausgepackt

Beute ausgepackt.

Ich mag ja schon das schöne Design, die klaren Aussagen auf der Verpackung, aber natürlich ist der Inhalt entscheidend. Wir basteln uns also jetzt ein Mittagessen aus Albert-Heijn-Fertigprodukten.

Albert Heijn

Fangen wir mit der kleinen Snackbox an, das wird jetzt die Vorspeise. Serranoschinken mit Frischkäse gefüllt, Ziegenkäse und Feigenbrot. Ich bin ja vorbelastet und möchte das jetzt alles ohnehin lecker finden, aber es ist wirklich lecker, vor allem das Feigenbrot. Ein klassischer Fall von omnomnomnomnom.

Vorspeise

Danach geht’s an den Salat. Geräuchertes Huhn mit Orangendressing steht drauf, es sind aber neben dem Salat, auch noch geriebener Sellerie (glaube ich jedenfalls), Apfelstücke und vor allem eine Menge Walnüsse dabei. Außerdem, wie sich wenig später rausstellt, Rosinen, meine Erzfeinde. Ansonsten ist der Salat sehr, sehr lecker, es hätte ein wenig mehr Dressing dabei sein können, aber das ist (neben den Rosinen, die ich tapfer rauspicke) nur ein kleiner Wermutstropfen.

Salat

Der Minz-Mango-Birnen-Saft ist etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber durchaus Potential. Und obwohl ich eigentlich schon pappsatt bin, lass ich mir die Zuckerwaffel zum Nachtisch nicht nehmen. Natürlich nicht annähernd so toll wie eine frische Lütticher Waffel, aber brauchbar und dafür, dass es eine abgepackte Waffel ist, wirklich lecker.

Waffel

Übrig bleiben der Brownie und das Müsli. Kann ich ja noch später essen. Oder morgen.

Albert Heijn will jedenfalls weiter expandieren, auch wer nicht in Aachen oder Essen wohnt hat also durchaus noch eine Chance. Wie sich das Sortiment verändert, bleibt abzuwarten, ich bin da hoffnungsvoll. Dass es keinen Vla gibt, ist natürlich ein ganz großer Unsinn, was soll das? Da hat man hoffentlich bald ein Einsehen und ändert etwas an diesem unhaltbaren Zustand. Die Öffnungszeiten sind auch sehr schön für Pendler, wochentags öffnet Albert Heijn bereits um 6:30 Uhr, am Samstag immerhin schon ab 7:30 Uhr.

Ansonsten ist die kleine Filiale eine sehr willkommene Neuheit in der Essener Fußgängerzone und wenn ich die rege Anteilnahme zu meinem Besuch auf Instagram, Twitter und Facebook richtig deute, dann geht das nicht nur mir so.

Anhänger

Albert Heijn To Go
Kettwiger Straße 19
45127 Essen

http://www.albertheijntogo.de/

Öffnungszeiten: Mo. – Fr.: 6:30 Uhr – 20 Uhr, Sa.: 7:30 Uhr – 19 Uhr

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4x kulinarisch in Münster: Hot Dogs, Waffeln, Whisky und Mocca d’Or

Beim Samstagstrip nach Münster haben wir natürlich auch die kulinarischen Gegebenheiten ausgelotet. Dabei haben wir eher ein bisschen Gastro-Hopping betrieben, hier mal was kleines, bisschen rumlaufen, dann wieder was kleines. Was kleines war aber immer noch ausreichend genug, dass wir dann die Pizza zum Abschluss nicht aufessen konnten.

Aber der Reihe nach…

Hot Dog

1. Hot Dogs von der Hot Dog Station

Erster Anlaufpunkt war die Hot Dog Station in der Bolandsgasse. Der Mann hatte es zunächst für einen Scherz gehalten, musste dann aber einsehen, dass ich das durchaus ernst meinte. Bei der Hot Dog Station werden die Hot Dogs nämlich mit Frikandeln gemacht und dann auch noch in zig verschiedenen Variationen. Da muss man erst mal drauf kommen und das musste dann auch probiert werden.

Hot Dogs

Ein New Orleans Hot Dog für den Mann, ein Texas Chili Hot Dog für mich, dazu eine Pommes mit Mayo und eine Cola. Sitzplätze gibt es keine, man isst also im Stehen oder setzt sich auf die schmalen Fensterbänke in der Bolandsgasse. Passt irgendwie, ein paar Stehtische wären allerdings nett. Der Andrang war zumindest am Samstag allerdings auch so groß, dass die Betreiber des Ladens wohl auch so prima zurecht kommen.

Hot Dog Station

Die riesige Geschmacksepiphanie war der Frikandel-Hot-Dog leider nicht, aber als Alternative durchaus mal probierenswert. Vielleicht sollte man auch hier eher zur klassischen Spezial-Variante greifen. Zudem hab ich’s geschafft, mir direkt mal die Hose komplett mit Chilisauce vollzukleckern. Ich bin eben gut.

Hot Dog Station
Bolandsgasse 4
48143 Münster

 

Waffel

2. Waffeln und Kaffee bei Milchmädel

Das Milchmädel fiel uns direkt auf, als wir durch die Domgassenpassage zum Dom liefen. Hübsch und klein sah das aus, die Tische, so stellten wir später fest, gehörten aber zum Café Kleimann. Da wollten wir aber gar nichts essen, sondern lieber eine frisch gebackene dicke Waffel mit halb Fruchtkompott und halb Puderzucker.

Tafel

Dazu gab’s noch einen Capuccino und eine kalte weiße Schokolade, die zwar vom Konzept her ganz lecker klang, mir aber nicht süß genug(!) und auch nicht wirklich kalt war. Die Waffel hingegen war schön weich und warm, und im Nachhinein habe ich mich geärgert, nicht komplett mit Fruchtkompott bestellt zu haben, das passte nämlich vorzüglich.

Becher

Das nächste Mal möchte ich dann auch bitte einen hausgemachten Eistee mit Zitronensorbet, das klang nämlich total lecker, aber ich dachte, etwas milchiges würde eher zur Waffel passen. Tja, selbst schuld.

Milchmädel
In der Domgassenpassage
48143 Münster

http://www.milchmaedel.de

 

Whisky

3. Whisky bei Tabak Träber

Zu Tabak Träber hat’s uns vor allem geführt, weil im Verkaufsraum gerade live Zigarren gerollt wurden. Das mussten wir uns natürlich mal angucken, und weil’s gegen eine Spende auch eben solch eine live-gerollte zum Selberrauchen gab, haben wir uns dann mit Zigarre in die Raucherlounge verzogen. Da war’s zwar arg verraucht (wen wundert’s), aber immerhin konnte man hier ein bisschen erholen und nebenbei einen Whisky trinken.

Der Mann nahm mal wieder Laphroigh, ich probierte einen zehnjährigen Talisker. Der Talisker ist schön weich und süß, fast wie Honig. Für Leute wie mich, denen die Islay-Whiskys doch gelegentlich mal ein bisschen zu heftig sind, eine durchaus schöne Alternative. Könnte durchaus demnächst bei uns im Schrank stehen.

Tabak Träber
Drubbel 4
48143 Münster

http://www.tabak-traeber.de

 

Mocca d'Or

4. Pizza im Mocca d’Or

Zum Abschluss suchten wir das Mocca d’Or auf und fanden es auch etwas versteckt in einer kleinen Passage. Wunderschön zum Draußensitzen überhaupt, und das Wetter spielte ja auch mit.

Passage

Das Mocca d’Or ist so ein bisschen die Kult-Pizzeria von Münster, dementsprechend groß war der Andrang und fast alle aßen dann auch Pizza. Wir bestellten jeweils eine kleine mit Spanferkel und Rosmari bzw. mit scharfer Salami, einem Käse, dessen Name mir entfallen ist und Trüffelcreme.

Bellini

Die Getränke kamen sehr schnell und fast ebenso schnell das Essen, was uns zu der Vermutung trieb, dass da im Akkord gearbeitet wird. Der Mann bemängelte auch, dass das optisch auch etwas lieblos angerichtet aussah. Leider erwies sich seine Spanferkel-Rosmarin-Pizza auch als der typische Fall von “klingt super in der Theorie, funktioniert aber nicht so wirklich in der Praxis”. Meine Salami-Käse-Trüffel-Pizza war dafür superlecker, und ich hab dem Mann dann einfach ein bisschen was von meiner abgegeben, denn ganz geschafft hab ich mein Essen sowieso nicht. Und das obwohl wir extra die kleine Version (jede Pizza gibt’s in klein für 1,50 Euro weniger) gewählt hatten.

Pizza

Pizza II

Wir waren wohl nach Hot Dog, Waffel und Whisky noch nicht so ganz bereit fürs große Abendessen. Im Übrigen klang auch der Rest der Karte sehr schön, nur war wirklich kein Platz mehr und so sparten wir uns selbst die Profiteroles, die uns so auf der Karte anlächelten.

Mocca d’Or
Rothenburg 14 – 16
48143 Münster

http://www.mocca-d-or.de/

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Neu am Limbecker Platz: Frozen Yogurt und mehr bei Frooters

frooters

Ich hab ja so konkret nichts gegen den Limbecker Platz. Gestern Abend aber wollte ich da eigentlich gar nicht hin, so komplett mit Koffer und schwerer Tasche, aber der Mann wollte ja noch zu Saturn, also fuhr ich halt samt Gepäck ins große Einkaufszentrum, wo dann dank langem Freitag (alles bis Mitternacht geöffnet) auch ziemlich viel los war.

Mal abgesehen davon, dass wir dann auch nach dem Kopfhörerkauf wieder ziemlich schnell abgedampft sind, habe ich zumindest eine kleine Entdeckung gemacht: Das neu eröffnete Frooters direkt im Erdgeschoss am Haupteingang (oder dem, was ich so als Haupteingang verstehe).

Obst

Bei Frooters gibt es Obst, Säfte, Smoothies, Obstsalat mit oder ohne Joghurt und so und vor allem: Frozen Yogurt zum Selberbasteln.

Das geht so: Man wählt seine Größe und ob man lieber einen Becher oder eine Waffel will, die kriegt man dann und dann kann man den Frozen Yogurt erst selbst zapfen und sich dann nach Herzenslust Toppings auswählen und den selbstgezapften Frozen Yogurt damit kreativ aufpeppen. Eigentlich unterscheidet sich das jetzt nicht so dolle groß davon, der Frozen-Yogurt-Fachverkäuferin seines Vertrauens seine Wunschbestreuselung zu nennen, aber es macht natürlich deutlich mehr Spaß.

Schild

(Ich sehe gerade, ich hab das Schild gestern total falsch verstanden und dachte, man dürfte nur drei Toppings wählen. Stimmt ja gar nicht, es ist ja nur Schritt Nummer 3.)

Das habe ich dann auch prompt ausprobiert. Einmal einen mittelgroßen Becher gekauft, dann gezapft (wenn ich das richtig erkennen konnte, gab es nur ganz normalen Frozen Yogurt, keine weiteren Geschmacksrichtungen) und dann die große Toppingtheke umrundet. Die reicht von Süßkram (Kinderschokolade, Marshmallows und buntem Puffreis) über Cornflakes und Schokostreusel bis zu Erdbeeren, Kirschen und Kiwi. Ich hab mich für Yoghurette-Stücke, Kirschen und Mango entschieden.

Frozen Yogurt a la Anne

Das Konzept ist natürlich prima und Frozen Yogurt mag ich ja sowieso. Ob man sich das jetzt selbst zusammenbauen muss oder will, bleibt dahingestellt, ich bin ja für so Spielereien immer zu haben und so eine offene Theke mit vielen leckeren Kleinigkeiten lädt natürlich zum Experimentieren ein. Ich würde mal prognostizieren, dass ich demnächst beim Betreten des Einkaufszentrums öfters zur Einstimmung direkt mal einen Frozen Yogurt basteln werde. Da sind noch interessante Kombinationen drin. Und schmecken tut es auch.

Theke

Und wer keinen Frozen Yogurt mag, der kann ja beherzt zu einem Obstbecher oder einfach einem leckeren Saft greifen. Gut sah die Auswahl auf jeden Fall auch aus. Das Frooters hat noch weitere Fililalen, u.a. in Essen-Altenessen, Dortmund, Minden, Oldenburg und anderen Städten. Die Webseite ist wohl noch in der Mache, insofern ist diese Auswahl eine zufällige anhand der Google-Ergebnisse getroffene.

Frooters im Einkaufszentrum Limbecker Platz
Limbecker Platz 1A
45127 Essen

http://frooters.de/

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Bürokost: Pastramischlacht zum Ausstand

Pastrami-Sandwich

Kollege B. hatte heute seinen letzten Tag. Schon zu seinem Geburtstag konnte er mit einer besonderen Leckerei aufwarten und schleppte statt Kuchen einen Block Pastrami an, zusammen mit Brot, Honig-Senf-Mayonnaise und Sandwichgurken. Als er ein bisschen nachhakte, ob es denn zur Ausstandsfeierlichkeit irgendwelche besonderen Wünsche unsererseits gebe, kam es wie aus einem Mund: “Noch mal Pastrami!”

Pastrami ist ein geräuchertes und gewürztes Fleischstück, meist wohl Rind. Ich kannte es schon, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich vorher schon mal Pastrami gegessen habe. Anscheinend habe ich ausreichend USA-Erfahrung, dass ich diese Delikatesse recht gut einordnen konnte.

Pastramiblock

Also gab es heute statt Kantinenkost oder Mittagstisch beim Vietnamesen die zweite große Pastramischlacht. Für sieben – hauptsächlich männliche – Kollegen braucht man dafür:

  • ca. 2 kg Pastrami (wenn nicht mehr)
  • 7 Ciabatta-Brote (nein, ich scherze nicht)
  • 2 Gläser Honig-Senf-Mayonnaise
  • 2 Gläser Sandwichgurken
  • viel Geduld

Zutaten

Liebevoll hat Kollege B. die Pastramischeiben hauchfein von dem Block abgesäbelt bis die Hand krampfte. In der Zwischenzeit wurde das Brot durchgeschnitten, einmal quer, einmal längs, beide Hälften mit ordentlich Honig-Senf-Mayonnaise bestrichen, dann mit einem Berg Pastrami und anderthalb bis zwei Gurkenscheiben belegt und zugeklappt.

Säbeln

Fleischhaufen

Ich plädiere nach diesem zweiten Pastramierlebnis für deutlich mehr Pastrami in Deutschland. Lecker. Anscheinend hat der Kollege schon viel experimentiert, und mittlerweile die optimalen Sorten Mayonnaise und Gurken gefunden.

Mayonnaise

Nach einem Sandwich ist man eigentlich schon pappsatt. Das zweite etwas kleinere Sandwich hab ich eher noch verdrückt, weil’s so lecker war. Wie zwei andere Kollegen es geschafft haben, drei normal große zu verdrücken, ist mir nach wie vor unklar. Ich leg mich jetzt jedenfalls gleich auf die Couch, um weiter zu verdauen.

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PS: Pastrami gibt es unter anderem im Frischeparadies, allerdings da wohl nur in diesen großen Blöcken. Angeblich auch in irgendeiner Metzgerei in München. Wer da nähere Informationen braucht, ich kann noch mal nachfragen. Auch im IMA kitchen in Frankfurt gibt es Pastramiburger. Es besteht also Hoffnung.

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Curry Lounge in Essen-Werden

Curry Lounge

Gestern gab’s spontane Ruhrstauwehrbeguckung in Essen-Werden inklusive der Einsicht, dass es von Werden bis zur Villa Hügel gar nicht so weit ist, wie ich angenommen hatte.

Nach ausgedehntem Rumlaufen meldete sich dann auch ein kleines Hüngerchen, und so begab es sich wohl, dass wir auf einmal in der hübschen Altstadt von Werden vor der Curry Lounge standen und dachten “Ja, genau, ne Currywurst, das isses eigentlich jetzt”, während in der Kneipe nebenan wohl Karneval gefeiert wurde.

Curry Lounge inside

Die Curry Lounge ist eine der vielen “Qualitätscurrywurstbuden”, die in der letzten Zeit überall aus dem Boden sprießen, ein Trend, den ich durchaus wohlwollend beobachte, denn ich mag Currywurst und auch wenn natürlich nichts gegen eine traditionelle Currywurstbude mit Stehtisch spricht, so ist der Trend zur Bio- und Qualitätswurst ein grundsätzlich guter.

Curry Lounge inside

Der Mann bestellte Frikandel spezial, ich dagegen wählte eine Currywurst, allerdings die Ruhr– und nicht die Berlinvariante. Da bin ich lokalpatriotisch genug. Dazu einen Krautsalat, fertig ist die Postspaziergangsmahlzeit.

Curry Lounge inside

Die Curry Lounge verwendet Würste der Düsseldorfer Traditionsmetzgerei Schlösser, die schon den ein oder anderen Preis abgeräumt hab. Man muss dann ja aufpassen, dass man sich nicht einfach einbildet, dass die Wurst besser schmeckt als “normale” Currywürste, wenn man sowas weiß. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, die Currywurst sei etwas gröber als sonst und deutlich würziger, also durchaus empfehlenswert und ein schmeckbarer Unterschied.

Currywurst und Pommes

Sowohl Krautsalat, Frikandel und die Pommes waren ebenfalls von durchaus solider Qualität und gaben keinerlei Anlass zum Meckern. Nur dass die Currywurst im tiefen Suppenteller angerichtet wurde, fand ich tendenziell etwas eigentümlich, aber das sind Detailfragen.

Krautsalat

Frikandel und Pommes

Neben Currywurst und Frikandel gibt es in der Curry Lounge noch Schnitzel und Frikadellen in diversen Varianten. Bestellt wird am Tresen, dann bekommt man sein Essen aber an den Tisch gebracht. Die Einrichtung kommt unaufdringlich schick mit Ledersesseln und -hockern daher.

Insgesamt also: Daumen hoch für die Curry Lounge und ihre Traditionswurst.

Curry Lounge

Curry Lounge
Grafenstraße 51
45239 Essen-Werden
Telefon: 0201/50 93 98 98

http://www.currylounge.info/

Öffnungszeiten: Täglich von 11:30 Uhr – 20 Uhr

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De Prins in Essen

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Die gleichen Leute, die uns letztens mit ins Daktari schleppten, erzählten uns auch vom “De Prins”. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nichts von diesem Essener Kleinod wusste, es klang aber gleich so toll, dass wir bei der nächsten Gelegenheit hin mussten. Die Einheimischen kennen den Laden, der vor ein paar Jahren komplett abbrannte, aber mit viel Liebe zum Detail wieder aufgebaut wurde, sicher alle, doch wir Zugezogenen haben wohl noch viel zu lernen.

Es brauchte ja auch nicht viel, um mich zu überzeugen. Allgemein reicht der Hinweis, dass es irgendwo Frikandeln gibt, um mich hellhörig werden zu lassen. Frikandeln sind die holländischen Bratrollwürste, die man in der “speciaal”-Version aufgeschnitten mit Ketchup, Frietsaus (der holländischen Mayonnaise) und rohen Zwiebeln bekommt. Schon in Hessen zum Beispiel kennt das anscheinend niemand, es braucht wohl schon eine gewisse regionale Nähe zu den Niederlanden.

Letzten Freitag also ging es zum Prinzen. Schummrig pinkrot ist es innendrin, mit lauter Bildern, Schildern und anders geartetem Unfug. So wurde es uns beschrieben und so sieht es auch aus.

Innendrin

Die Speisekarte ist sehr hübsch gestaltet, auf dem Cover grinst Frikandel Boy und innendrin ist alles auf Niederländisch, nur wenige Worte sind sicherheitshalber noch mal übersetzt. Es gibt eigentlich nur Kleinkram: Oliven, kleine Salate, Toast, Pommes Frites, Hähnchenspieße mit Satésauce, Maiskolben und vieles mehr. Und natürlich die Frikandeln, wegen denen wir vor allem hier sind.

Frikandel Boy

Speisekarte

Zur Vorspeise bestellen wir Oliven und dann für jeden eine Frikandel speciaal mit Pommes (bei mir ebenfalls speciaal). Die Frikandel ist 1A, wunderbar saftig, es hätte eigentlich auch noch eine zweite sein können, die Pommes sind ebenfalls sehr gut.

Frikandel

Pommes

Weil es zum Sattwerden nicht reicht, bestellen wir schnell noch eine Portion Satéstokjes hinterher, die ebenfalls, sowohl das Fleisch als auch die Soße, vollkommen in Ordnung sind.

Satestokjes

Und weil man so einen Besuch beim Holländer standesgemäß abschließen muss, gab es direkt noch eine Portion Vla mit Hagelslag hinterher. Dass das ziemlich wahrscheinlich nicht hausgemacht ist… geschenkt. Vla kommt aus dem Tetrapak, muss aus dem Tetrapak kommen, sonst ist es falsch, und das es anders ist, erwarte ich da auch gar nicht.

Vla

Beim De Prins gibt es keine hohe Kochkunst, sondern leckere, unkomplizierte Kleinigkeiten. Dafür ist es genau der richtige Ort, um sich mal wieder genüsslich auf eine Frikandel zu stürzen und dann anschließend eine wunderbare holländische Nachtischtradition zu genießen.

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Einziger Wermutstropfen, es wird leider geraucht. Beim Essen störte es fast weniger als zu Hause, wenn man erst richtig merkt, wie die Klamotten und Haare wieder nach Zigarette stinken. Trotzdem werden wir wohl wiederkommen, nicht zuletzt auch wegen der Eisenbahn, die unter der Decke auf Schienen entlangfährt und die der sehr nette Service dann noch extra für mich in Fahrt setzte.

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De Prins
Isenburgstraße 14
45130 Essen
Telefon: 0201/77 55 78

Öffnungszeiten: So – Do: 16 – 1 Uhr, Fr & Sa: 16 – 3 Uhr

www.deprins.de

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SCHMITT Foxy Food in Köln (auf Umwegen)

SCHMITT Foxy Food

Die Vorgeschichte

Es war eine schwere Geburt. Ich wollte doch nur was essen. Weil ich sowieso aufgrund von akutem Kaffeenotstand in Köln einen Zwischenstop einlegen musste (Leute mit Nespresso-Maschine haben’s halt auch nicht immer leicht), dachte ich, na ja, wenn ich schon mal hier bin, dann kann ich ja noch ein bisschen bummeln gehen und dann auch eine Kleinigkeit essen.

Im Bahnhofsbuchhandel hab ich dementsprechend in die aktuellen Gastronomieführer gespäht, mir schnell die Adressen (na ja, die Straßennamen) zweier vietnamesicher Restaurants gemerkt und mich dann in die Richtung aufgemacht, also über Umwege vom Dom zum Neumarkt, kurz in der hiesigen Mayerschen reingeschaut und dann mit der 9 zum Zülpicher Platz.

Der erste Vietnamese, das Lu am Hohenstaufenring, machte zwar einen guten Eindruck, mag aber nur Bargeld und man konnte mir auch nur die Sparkasse in der Nähe zum Abheben nennen, was ich ungern tu, weil ich da Gebühren bezahlen muss. Also weiter laufen bis zur Brabanter Straße, wo der andere Vietnamese angeblich sein sollte. Weil es immer später wurde, wurde auch das kleine Hüngerchen so langsam zu einem großen und wo ich da so lang lief, über die Roonstraße und dann zur Brabanter, erinnerte ich mich an damals™, als da an der Ecke noch das Whistle Stop Cafe war und auf einmal hatte ich weniger Hunger auf Vietnamesisch und mehr auf Amerikanisch.

Das Whistle Stop Cafe gibt es aber nicht mehr, da ist jetzt ein Kubaner, und da wollte ich dann doch nicht hin und eine Bank hatte ich bislang auch noch nicht gefunden.

Den zweiten Vietnamesen habe ich im Übrigen auch nicht gefunden, vermutlich akute Blindheit wegen noch akuterem Hunger, aber am Friesenplatz gibt es immerhin eine Commerzbank. Also schnell Geld geholt und mental schon damit abgefunden, einfach ein Stück Kuchen bei Starbucks zu vertilgen, dann aber gedacht “Na ja, komm, ein paar Meter läufst du noch, vielleicht gibt’s ja noch was” und beim SCHMITT in der Friesenstraße vorbei gekommen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Hunger einen Zustand erreicht, wo tatsächlich eigentlich nur noch Currywurstpommes helfen kann. Also rein.

Das Lokal

Das SCHMITT ist ein Franchiseunternehmen aus Hamburg, hat aber auch eine Filiale in Köln. Es ist sowas wie ein Luxus-Imbiss, aber weniger wegen Blattgold und Gedöns, sondern mehr wegen fehlender Zusatz– und Konservierungsstoffe, also die gute und weniger alberne Sorte Luxus.

Wenn man die Karte mal kapiert hat (Die Currywurst heißt hier z.B. “WuchtBrumme”), kann man aus Currywurst, Schnitzel, Hot-Dog und ähnlichem Imbissessen wählen. Ich habe mich ganz traditionell für eine Currywurst (in der Bio-Variante) mit Pommes und Getränk (Charitea in schwarz) entschieden, dann noch schnell den Cole Slaw auf der Karte entdeckt und den dann auch noch bestellt.

Currywurst & Pommes @ SCHMITT Foxy Food

Amazing Cole Slaw @ SCHMITT Foxy Food

 

SCHMITT Foxy Food

Und, ganz ehrlich, ich habe selten so eine leckere Currywurst mit so guter Soße und so tollen Cole Slaw gegessen. Auch wenn ich ein paar Pommes übriglassen musste und danach pappsatt war, ich war begeistert.

Wenn man es nicht eilig hat, kann man drinnen an drei Tischen schön sitzen, ansonsten gibt es natürlich alles auch zum Mitnehmen, ist schließlich ein Imbiss.

SCHMITT Foxy Food

Vom SCHMITT Foxy Food gibt es neben Hamburg und Köln noch Filialen in Ulm und Dresden und für Veranstaltungen kann man sogar ein SCHMITT-Mobil mieten.

Mich hat’s jedenfalls überzeugt und nach dem elend langen Fußmarsch bin ich wahrscheinlich tatsächlich genau im richtigen Lokal gelandet.

SCHMITT Foxy Food
Friesenstraße 72
50670 Köln
Tel: 0221 –  120 629 15

http://www.schmitt-foxyfood.de

Öffnungszeiten Di – Do: 12 – 22 Uhr, Fr 12 – 4 Uhr, Sa 12 – 5 Uhr (So & Mo geschlossen)

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